Montag, 22. Januar 2007
Finanzanalysten interessieren sich auch bei Medienkonzernen nur für Zahlen. Das trifft sich gut, denn die Tamedia hat keine publizistischen Visionen. Wohl deshalb hat Tamedia-CEO Martin Kall vor kurzem an der «Swiss Equities Conference» in Bad Ragaz Klartext gesprochen. Laut einem Newsletter des Finanzdienstleisters Helvea begründete Kall die Split-Strategie des «Tages-Anzeigers» wie folgt:
«Die Regionalisierung des Tages-Anzeiger befriedigt das Bedürfnis nach lokalem Inhalt, und dieser ist erst noch billiger zu produzieren». Wahrlich ein Satz fürs Poesiealbum.
Montag, 15. Januar 2007
Am 8. Januar berichtete der «Blick» über einen tragischen Unfall: An der Tramhaltestelle Guggachstrasse im Zürcher Kreis 6 erfasst ein Tram der Linie 7 eine 36-jährige Frau. Sie stirbt noch an der Unfallstelle an ihren schweren Verletzungen. Wie der «Blick» weiter berichtet, handelt es sich bei der Getöteten um eine Blick-Redaktorin. «Man weiss erst, ob man einem Engel ins Gesicht gesehen hat, wenn er wieder gegangen ist», schreibt die Boulevardzeitung am 11. Januar im Gedenken an die verunfallte Kollegin.
Kurz vor ihrem Tod wird die Redaktorin zusammen mit ihrem Hund «Whoppi» fotografiert. Für eine Geschichte, die heute, am 15. Januar, im «Blick» abgedruckt ist: «Dog Star ‚Äì Unser bester Freund. Blick-Mitarbeiter zeigen ihre Vierbeiner». Unter anderem mit Chefredaktor Werner de Schepper und seinem Labrador «Theo» und Jürg Ramspeck mit seiner Terriermischung «Napo». Die verunfallte Redaktorin kommt in der Bildergeschichte natürlich nicht mehr vor. Sie ist just heute, am Erscheinungstag der Geschichte, beerdigt worden.
Frage an die Dufourstrasse: Wie wäre es mit etwas mehr Fingerspitzengefühl?
Freitag, 12. Januar 2007
«Denk ich an die Schweiz» lautete der Titel eines Textes von Mich√®le Roten, den das «Magazin» im letzten Heft veröffentlichte (online nicht frei zugänglich). Die Referenz an Heinrich Heine («Denk ich an Deutschland») ist offensichtlich und verfehlt. Diesen Text bewerten wir mit einem sehr deutschen Wort: Er ist Müll.
Mich√®le Roten hat sich nicht die Mühe gemacht, einen strukturierten Text zu schreiben. Sie hat einfach ihre Gedanken aneinandergereiht, oder vielmehr ihre Gedankenlosigkeiten. Die gesammelten Null-Aussagen lassen nur einen Schluss zu: Roten hat das erste Mal über die Schweiz nachgedacht. Der Text strotzt vor Stereotypen und Klischees, ist apolitisch und stellenweise einfach nur dumm. «Die Schweiz macht so viel richtig», schreibt Roten. Doch der Leser erfährt nicht, was die Schweiz richtig macht, sondern wird mit üblen Vorurteilen traktiert. Für Roten ist der typische Schweizer ein «dicklicher Mann mit wenig Haaren und Manchesterhosen (...), er steht vor einem Einfamilienhaus in einer sauberen, stillen Siedlung (...) und er schaut gern Arena». Und Schweizerinnen sind einfach «äh», im Gegensatz zu Spanierinnen, die «heissblütig» sind, oder Schwedinnen: «schön». Ach so.
Es gibt viele Gründe, die Schweiz nicht zu lieben, findet Roten, aber auch Gründe, die Schweiz trotzdem zu lieben. Sowohl-als-auch-Roten hat vor allem ein Problem: diese bäurisch plumpen, bornierten, spiessigen Einheimischen, zu welchen sie sich natürlich nicht zählt. Selbst wenn sie schreibt: «Wir sind unglaublich unsexy». Ein happiger Vorwurf, denn bekanntlich ist Sexiness für Mich√®le Roten der Massstab für fast alle und alles.
Roten verliert kein Wort über die direkte Demokratie, auf die gerade das grosskoalitionierte Deutschland neiderfüllt blickt. Roten schweigt darüber, wie sich die Schweiz in den letzten zwanzig Jahren verändert hat, und zwar zum Besseren. Zudem scheint ihr entgangen zu sein, dass so manche Landbewohner im letzten Krachen längst offener und selbstkritischer sind als sie selbst mit ihrer wahlweise spiessig-verstaubten oder supercool-städtischen Sicht auf dieses Land. Ihr Schweizbild ist typisch für apolitische Zeitgeistsurfer, die mental irgendwo in den frühen 90ern stehen geblieben sind.
Denken wir an diesen Text, haben wir eine einzige Frage an Chefredaktor Res Strehle: Wie um Himmels willen ist er ins Heft geraten?
Freitag, 5. Januar 2007
Damit die Schweizer Presse auch das Jahr 2007 überlebt, wünschen wir uns für das neue Jahr mit Nachdruck ...
... dass Millionenzürich-Provinzler, Sowohl-als-auch-Intellektueller und «Tages-Anzeiger»-Chefredaktor Peter Hartmeier mit einer Rücktrittsandrohung die Null-Niveau-Regionalstrategie seines Blattes mit sofortiger Wirkung beendet. Egal, wie es ausgeht, ob er als Chef abtritt oder die Regionalisierung abgebrochen wird: Der Tagi gewinnt so oder so.
... dass die unzähligen Berater in den Verlagshäusern, die so gerne Zahlen zählen, im neuen Jahr auch das Lesen lernen und verpflichtet werden, zu lesen, was sie angerichtet haben mit ihrem Spar-, Ausdünnungs- und Vollkostenwahn. Eine Printbranche nämlich, die gegen das Internet nur verlieren kann, wenn sie mit geschwätzigen Kolumnen und bunten Lesestöffchen zwar durchaus Geld, aber auch Leser wegspart.
... dass Tettamanti-Adoptivsohn und Frauenversteher Roger Köppel, der sich neuerdings im Eigenverlag verlegt, endlich seinem journalistischen Credo nachlebt und nicht mehr dauernd in seine «Weltwoche» hievt, was nicht ist (Klimawandel), sondern was ist (Klimawandel). Und vor dem Fernseher Beckmann-Interviews mit der deutschen Bundeskanzlerin abschreiben muss 2007 auch nicht mehr sein. Danke.
... dass Tamedia-Chef Martin Kall in seine persönliche Weiterbildung investiert und sich die «Süddeutsche Zeitung» abonniert, damit er täglich daran erinnert wird, wie gut eine Qualitätszeitung sein könnte. Falls Kall nicht mehr bereit ist, für ein Printprodukt Geld auszugeben, darf er sich bei mir melden: Ich schenke ihm gerne ein Jahresabonnement.
... dass Multimedia-Chefredaktor Andreas Durisch («Sonntags-Zeitung», «Facts») den geistigen √úbergang von den 1990ern- in die Nullerjahre schafft und erkennt, dass die Zeiten endgültig vorbei sind, in denen mit ein paar Fakten und ein paar aufregenden Zitaten Geschichten gezimmert werden konnten, dass eine reine News-Strategie in Zeiten des Internets kein Erfolgsrezept mehr sind für seine Publikationen und dass Zeitschriften für Leser und nicht für Nicht-Leser gemacht werden müssen.
... dass die letzten Exemplare der aussterbenden Spezies des Boulevardjournalisten vom Verlagshaus Ringier mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln (Sauerstoffzelt, Frischzellenkur) am Leben erhalten werden und in ein Fortpflanzungsseminar geschickt werden, damit «Blick» und «Sonntags-Blick» wieder jenen Journalismus machen können, den sie machen müssen, um publizistisch existenzberechtigt zu sein. Dabei ist unbedingt zu beachten: Boulevard muss auch weiterhin nicht heissen, gegen Asylsuchende zu hetzen und Tempo 200 auf Autobahnen zu fordern. Aber ohne grosse Buchstaben, freche Titel und mutige Geschichten geht es nicht.
... dass die Tamedia-Zeitschriftenverantwortliche Uli Rubner endlich mehr tut, als nur Zeitschriftenverantwortliche der Tamedia zu sein. Zum Beispiel darüber nachdenken, wie Zeitschriften sich entwickeln müssen, damit sie auch in ein paar Jahren noch gekauft werden. Auf ihren Medienkritiker-Mann Kurt W. Zimmermann darf sie beim Nachdenken unter keinen Umständen hören: Auch er ist ein Fossil aus den 90ern.
... dass die Chefredaktoren ihre Journalisten vertraglich dazu verpflichten, ihren Bürostuhl mindestens einmal täglich zu verlassen, wobei unbedingt festgehalten werden muss, dass dieser Vertragszusatz nicht mit dem Gang in die nächste Beiz erfüllt ist.
... dass der «Berner Zeitung» der Auftritt unter dem Gattungsbegriff Zeitung vom Verband der Schweizer Presse verboten wird, weil Minimalstandarts erfüllen muss, wer sich mit diesem Titel schmücken will (zum Beispiel mindestens ein druckfehlerfreier Abschnitt pro Text).
Donnerstag, 4. Januar 2007
Nach der Rückkehr aus Berlin führt Roger Köppel das Inlandressort seiner «Weltwoche» wieder an der kurzen Leine. Seither sind in der «Weltwoche» regelmässig bizzare argumentative Verenkungen zu lesen, wenn Bundesrat Blocher Thema ist. «Strategischer Rückzug» lautet der Titel des neusten Beispiels. Starpolitjournalist Urs Paul Engelers Analyse wird auf der Titelseite mit einem forschen Satz angekündigt: «Blocher sollte zurücktreten».
Ein strategischer Rückzug ist es vor allem für die «Weltwoche»: Köppel ahnt, dass die publizistische Nähe zu Blocher und der SVP dem Blatt schaden. Deshalb muss Engeler zum Lieblingsbundesrat Distanz markieren, was in einer akrobatischen Analyse mündet. Blocher sei ein Spielball und in der Defensive, schreibt Engeler über jenen Politiker, der seit seiner Wahl die Regierung dominiert. Blocher gebe den radikalen Reformer, den Klartexter und den kollegialen Bundesrat zugleich, spiele etwas Staatsmann und ein wenig Wahllokomotive für die SVP. Das führe dazu, so Engeler weiter, dass Blocher unfrei und unglaubwürdig wirke. Blocher solle deshalb zurücktreten, für den Nationalrat kandidieren und sich nach der Wahl ins Parlament wieder in den Bundesrat wählen lassen. So könne Blocher als freier Bürger um sein Amt kämpfen, um wieder ein Entweder-oder zu provozieren, damit «das Feuer, das die Wahlen 2003 zum ultimativen Kampf um die Ausrichtung der Finanz-, Wirtschafts- und Aussenpolitik gemacht hat», nicht erlösche.
Denn, und jetzt kommts, bei der kommenden Wahl stelle sich die Frage: Christoph Blocher oder die Koalititon der Illusionäre? Bürgerliche Politik der Beschränkung oder erneute Ausuferung des Staates? Stärkung der Schweiz oder Flucht in supranationale Gebilde? Womit Engeler schön brav wieder auf die Linie des SVP-Wahlargumentariums eingeschwenkt hat.
Scheinheiliger hat sich noch keiner von einer Wahlempfehlung distanziert. Braucht der Nationalzirkus Knie für die neue Saison vielleicht noch eine Akrobatik-Nummer?
Mittwoch, 27. Dezember 2006
Ende Jahr ists, Zeit für eine Bilanz: 2006 war ein trauriges Jahr für Tagi-Leser. Die Infantilisierung des sogenannten Qualitätsblattes erreichte im vergangenen Jahr einen neuen Höhepunkt. Nicht nur wurde mit «Bellevue» am Ende des Regionalbundes eine Sammelsurium-Seite mit allerlei geistigem Flachsinn eingeführt, darunter jenes unsägliche Spam!-Gefäss, das so etwas wie ein gedruckter Blog sein soll. Auch der Wirtschaftsteil wagt sich mit der Rubrik «Die Frage» neuerdings täglich in traurige journalistische Niederungen. In diesem Gefäss soll «jeden Tag eine Frage aus der weiten Welt der Wirtschaft» beantwortet werden. Der geneigte Tagi-Leser erfährt hier beispielsweise, wer die teuerste Frau der Welt ist, nämlich Jennifer Lopez: «Allein für die Brüste würden ihr im Schadensfall 200 Millionen Dollar ausbezahlt, für die Beine und den Hintern 300 Millionen, die Haare wären 50 Millionen wert.» Oder aber der Leser erfährt, ob der Mars-Schokoriegel wirklich von der Milchstrasse kommt, was eine sehr dumme Frage ist, weil der Planet Mars auch nichts mit der Milchstrasse zu tun hat.
Dafür ist der Tagi unverzichtbar geworden für all jene, die seitenweise Quartiergeschichtchen lesen wollen. So titelt der Regiosplit Stadt Zürich heute auf der Aufmacherseite: «Hellblaue Bänke erschrecken die Hottinger». Im Lead heisst es: «Der Quartierverein Hottingen ist entsetzt und empört über die neuen Sitzbänke vor dem Kreisgebäude 7.»
Auch wir haben eine Frage aus der weiten Welt der Presse: Wie lange kann sich der Tagi derartige Geschichten noch leisten? Wir nehmen an, bis das Geld ausgeht.
Donnerstag, 21. Dezember 2006
Roger Köppel ist Journalist des Jahres 2006. Das hat, wie schon letztes Jahr, eine «hochkarätige Jury» für das Branchenblatt «Schweizer Journalist» entschieden. Wir gratulieren! Und haben eine Frage: Warum Köppel?
Der Mann hat durchaus Lob verdient: Er hat die leinwandgrosse «Weltwoche» in eine handliche Zeitschrift verwandelt. Aber das ist vier Jahre her. Er hat gegen die Dämonisierung der SVP angeschrieben. Aber er hat damit übertrieben: Die gestiegene Auflage der «Weltwoche» verspielte er nach kurzer Zeit mit seinen SVP-Wahlempfehlungen. Dann wurde er Chef der «Welt». Deren gestiegene Auflage war aber weniger auf Köppel als auf die Lancierung der «Welt kompakt» zurückzuführen - ein Projekt, das Springer schon vor Köppels Stellenantritt lanciert hatte.
Seit Oktober ist der Journalist des Jahres nun wieder bei der «Weltwoche». Es gibt keinen Zweifel, dass er seinen Beruf liebt. Aber ist Köppel auch der beste Journalist? Er schrieb in den letzten Wochen darüber, wie er mit Angela Merkel gespiesen hat und wann er Henry Kissinger getroffen hat. Beides war billiges Name-Dropping. Er schrieb die Swissfirst sauber, was etwas peinlich ist, weil die Swissfirst bekanntlich beim Kauf der Jean Frey AG im Jahr 2002 involviert war. Das wären dann auch schon fast alle Texte des Journalisten des Jahres.
Sind wir Stänkerer? Neidisch? Aber nicht doch. Wir schreiben nur, was ist.
Dienstag, 12. Dezember 2006
Schreibstau beim «Tages-Anzeiger»: Das Wirtschaftsressort erfuhr Anfang September, dass die redaktionelle Werbesendung «Amag-News» auf SF2 und einigen Lokal-TV-Stationen eingestellt wird. Die Amag unterrichtete die Presse erst am 6. Dezember über das Ende ihrer Sendung. Doch die «Tagi»-Wirtschaftsredaktion verzichtete auf ihren sicheren Primeur. Mit einer einzigen Begründung, wie mehrere Quellen unabhängig voneinander bestätigen: Man habe mit der Amag immer wieder Probleme gehabt und wolle diesen Werbekunden nicht verstimmen.
Wir erinnern uns: 1979 publizierte das «Magazin» des Tages-Anzeigers einen kritischen Artikel über die «Autolobby Schweiz». Als Folge wurden «Tagi» und «Magazin» von den Autoimporteuren jahrelang mit einem Inserateboykott belegt. Auch die Amag beteiligte sich drei Jahre lang an diesem Boykott. Vergangenen Sommer kam es zu einem neuen Zusammenstoss: Der «Tages-Anzeiger» berichtete über Verkaufsrückgänge bei der Amag, diese drohte mit einem erneuten Inserateboykott. Chefredaktor Peter Hartmeier führte daraufhin zusammen mit dem Autor des «Tagi»-Artikels ein Interview mit dem Amag-Chef, quasi als Wiedergutmachung. Fragt sich nur wofür: Die Geschichte über den Verkaufsrückgang stimmte nämlich.
Trotzdem mochten die Wirtschaftsredaktoren des «Tages-Anzeigers» nicht über den frühen Tod der «Amag-News» berichten. Dafür war die Auto-Redaktion mutiger. «Mattscheibe: Amag stoppt die TV-News», meldete sie am 26. September.
Was erzählt uns diese kleine Begebenheit über den Journalismus 2006? Heute zensurieren sich Redaktoren gleich selber. In vorauseilender Unterwürfigkeit kippen sie Geschichten, um Werbekunden nicht zu vertäuben. Und das offenbar selbst dann, wenn nicht ersichtlich ist, warum eine Firma über eine Tatsachenmeldung sauer werden sollte.
Uns bleibt eine Frage: Was geht beim «Tages-Anzeiger» und all den anderen Redaktionen ab, wenn es wirklich heikel wird?
Freitag, 8. Dezember 2006
Und wieder zieht eine Weltwoche ins Land. Das Köppel-Konzept, möglichst oft eine schöne Frau aufs Cover zu hieven, mag optisch ansprechend sein. Schade nur, dass darunter der Inhalt leidet. Naomi Campbell? Nie zuvor hat es so ein Wesen gegeben? Mag sein. Aber der Medien-Mainstream hat das schon vor zwei Jahren erkannt - und geschrieben. Und sonst?
Ein Höhepunkt ist Philipp Guts Analyse der Kollegialität in der Landesregierung («Tendenz zum Widerspruch», online nicht frei zugänglich). Der Autor misst dem Bundesrat die Temperatur: Wer verletzt die Kollegialität oft, wer selten? Als flankierende Massnahme ist diesem Text eine Grafik beigestellt, die den schönen Namen «Kollegialitätsbarometer» trägt. Nicht Christoph Blocher ist gemäss Guts Untersuchung der Böseste («[Blocher] verletzt die Kollegialität und steht dazu»), sondern, oh Wunder, Weltwoche-Intimfeind Moritz Leuenberger («der Prediger ist selbst der grösste Sünder»). Leider wird nirgendwo erklärt, auf welche Daten sich diese Grafik stützt. Auch die Quellenangabe bringt keine Erhellung: «Diverse», steht da.
Zwei Fragen drängen sich deshalb auf: Führt das Weltwoche-Inlandressort eine Kollegialitätsverletzungs-Strichliste? Und: Widerspricht Guts Befund, Leuenberger sei der aktivste politische Ausscherer im Bundesrat nicht Markus Somms Befund im Haupttext, Leuenberger interessiere sich gar nicht mehr fürs Regieren?
Schreiben, was ist, ist manchmal konfus.
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