Sonntag, 26. August 2007
Wenn man die «NZZ am Sonntag» im Allgemeinen und den «Stil»-Bund im Besonderen liest, kann man nicht umhin, eine auffallende Frequenz des Wörtchen «man» zu bemerken. Man kann sich daran stossen, weil man im Journalismus früher Ross und Reiter zu nennen pflegte und «man» ein Indiz für handwerkliche Faulheit oder mangelnden Durchblick sein kann. Man kann sich daran freuen, weil man «man» für ein besonders gelungenes Emblem des stilbewussten Kollektivs hält, dem man natürlich selbst angehört. Natürlich kann man auch darüber hinwegsehen. Unabhängig von der Einstellung, die man zur Verwendung von «man» pflegt, bemerkt man in der heutigen Ausgabe aber eine Aussage, die man als höchst verwirrend bezeichnen muss. In einem Artikelchen über ein griechisches Hotel liest man nämlich die folgenden Sätze:
(...) freier Blick aufs Meer und den Weg, der an den 2,5 Kilometer langen Hausstrand führt. Hier legen die Schnellboote ab. Wenn man sie nicht besitzt, kann man sie mieten. Unterhalb der Terrasse liegt auch der Ort, wo man sich abends amüsiert: die Bar.
Wer beim Namen der Besitzer des Resorts, Riefenstahl, kurz zusammenzuckt, liegt richtig. Ja, auf verschlungenen Pfaden ist man mit jener Leni Riefenstahl verwandt. Mehr erfährt man nicht. Der Hang zum ästhetischen Arrangement ist jedenfalls auch im «Danai» augenfällig. Man (Gast) mietet Schnellboote, wenn man (Gast) sie nicht schon besitzt, man (Hotelier) ist mit der Riefenstahl verwandt, aber man (Gast) erfährt von man (Hotelier) nicht mehr darüber. Man (Gast? Hotelier? Beide?) ist nicht mehr bloss ein beliebiges Raunen, man (wer denn jetzt?) ist zugleich Gast und Hotelier, mit der Riefenstahl verwandt und nicht verwandt, man ist eine multiple Persönlichkeit.
Bei der «NZZ am Sonntag» scheint man sich vor lauter Verliebtheit in die eigenen Stilblüten ein wenig verrannt zu haben. Oder täuscht man sich da?
Montag, 25. Juni 2007
Was macht eine Moderatorin eigentlich, wenn einer eigentlich fast nur "eigentlich" sagt? Sie versucht geflissentlich darüber hinweg zu hören; schliesslich spricht der Gesprächspartner ja eigentlich Französisch. Doch dann hat es sie doch noch erwischt (Tonbeispiel 1, 2 und 3). Trotzdem: Susanne Brunner hat sich gut gewehrt, eigentlich.
Mittwoch, 13. Juni 2007
Aus Zeitgründen gibts heute nur ein Häppchen. Halb so wild - der Blattkritiker hat bloss «Cash daily» gelesen. Und zwar die Society-Klatschecke. Dort berichtet Annette Pawlu von den «heissesten Anlässen». Zum Beispiel von den «Kunstfeierlichkeiten in Basel». Darunter müssen wir uns anscheinend nicht die Art Basel vorstellen, sondern eine Party. Einen frei zugänglichen Link zum Artikel gibts nicht, und aus dem E-Paper lassen sich keine Texte herauskopieren. Aber das ist bei einem Webpaper ja nicht weiter schlimm, und ausserdem schreiben wir gerne ab, was Frau Pawlu schreibt: Das eine oder andere Lippchen, das es schwierig machen dürfte, das Süppchen vom Löffelchen zu schlürfen, gleitet geflissentlich mit Hermès-Handtäschchen am stillen Beobachter vorbei. (...) Gäbe es CASH daily an dieser Stelle mit Ton, würde jetzt sanfte Aufzugsmusik im Hintergrund rauschen. Nur ab und zu unterbrochen durch leichtes Schmatzen. Wieder ist ein Häppchen (höheres Party-Deutsch: Fingerfood) an uns vorbeigerauscht. Das eine oder andere winzige Diminuitivchen geistert uns durchs Köpfchen. Was für putzige kleine Wörtchen werden doch in diesem Klatschrepörtchen aneinandergereiht! Und was für Geräuschchen dringen an die Öhrchen! Gäbe es die «Blattkritik» mit Ton, wäre jetzt das Flattern von Papier zu hören. Wieder ist ein Zeitungchen ins Altpapier gerauscht.
(Dank für den Hinweis an Silvia)
Samstag, 21. April 2007
Ermattet von den spartanischen Kampagnen aus der Förrlibuckstrasse und dem gedruckten Fernsehen aus der Werdstrasse hat der Blattkritiker für einmal zum Gratis-Wochenmagazin gegriffen. «20 Minuten week» verspricht leichte Unterhaltung für zirka drei Minuten Zugfahrt. Und zeigt mit seinen Musik- und Party-Artikelchen, wie irrelevant die Sprache geworden ist. Die schönsten Müsterchen aus der aktuellen Ausgabe: Das strahlende «Four Winds» ist bittersüss, schon fast beschwingt - und trotzdem tieftraurig
(Bright Eyes: Cassadaga) Bittersüss beschwingte Tieftraurigkeit? Das Oxymoron lebt. Zerbrechlich wie nie haucht die Japanerin ihre traurigen Texte über kilometerweit verhallende Gitarrenlandschaften und komplexe Rhythmusstrukturen
(Blonde Redhead: 23) Mit «Gitarren» und «Rhythmen» wäre die Zeile nicht voll geworden. Und noch immer klingt ihre Musik tonnenschwer und unberechenbar (...) Da bleibt sogar bei Harmoniegesängen genügend Verstörungspotenzial für Headbanger
(Konzerthinweis: Melvins) Und wie sollen das die verstörten Leser nun genau verstehen? Dass selbst primitive Headbanger von der unberechenbaren Musik überrascht werden? Dabei müsste er sich mit seiner eigenen Musik keineswegs verstecken: Denn da krakeln verzerrte Gitarren weite Landschaften voll, während Parish dazu flüstert - wie ein Wind aus einer fernen Welt
(Konzerthinweis: Jon Parish) Bei diesem Kitsch läufts uns kalt den Rücken runter - wie ein Eiswürfel aus einer fernen Welt. Und dass Gitarren krakeln, also zeichnen, können, war uns auch neu. Egal. Mit dem Bucovina Club hat es DJ Shantel weit gebracht: Nicht nur, dass er mit seinen elektronisch aufgepimpten Folklore-Klängen durch halb Europa tingelt.
(Party-Hinweis: Bucovina Club) Er sorgt beim Journalisten auch noch gleich für den Ausfall des Sprachzentrums. Einmal mehr bietet die Polyparty einen allumfassenden Rundumschlag in Sachen Nightlife
Party-Hinweis: Polyparty)). Einmal mehr schockiert uns «20 Minuten» mit einem allumfassenden Rundumschlag in Sachen Schludersprache. Seit seinem 14. Lebensjahr perfektioniert er seine Skills an den Plattenspielern und ist gleichzeitig verantwortlich für einige der grössten Hits der Szene
(Party-Hinweis: 15 Jahre Ram Records) Plattenspieler-Skills? Wir raten: Platte auflegen, MK II einschalten, Tonarm aufsetzen. Und vielleicht noch den Crossfader am Mischpult bedienen?
Unser Fazit? Der alte «20 Minuten»-Slogan stimmt. Es heisst «Intensiver leben», nicht «Intensiver lesen».
Sonntag, 1. April 2007
In der heutigen Ausgabe der humanistischen Bildungsbeilage «Sie und Er» finden wir einen weiteren Text von Frank A. Meyer. Es ist «ein Plädoyer für die Zeitung»: Der Journalist (...) modelliert, was er wiedergibt, beschreibt und erzählt. Er ist der Skulpteur, der Bildner der Wirklichkeit - er bildet.
Das freilich ist ein sehr hoher Anspruch. Er setzt beim Journalisten selbst Bildung voraus, also mehrdimensionales Wissen. Und er setzt die Leidenschaft voraus für immer weitere, immer tiefere Bildung. Einverstanden. Der hohe Anspruch setzt auch Sprache voraus. Nicht den E-Mail-Jargon, nicht das SMS-Neu-Sprech, nicht das Esperanto grenzenloser Internet-Chats. Nein, Sprache, die sich an der Literatur übt: an der Heiterkeit Goethes, der Klarheit Fontanes, der Knappheit Hemingways, auch an der architektonisch ziselierten Prosa Frischs, der kosmischen Fabulierlust Dürrenmatts, der lakonischen Poesie Bichsels, der barocken Zärtlichkeit Hürlimanns oder der aufklärerischen Eindringlichkeit Muschgs. Auch damit ist der Blattkritiker einverstanden. Er fragt sich aber, ob die Werke von Hemingway, Hürlimann und Muschg den Lesern von «Sie und Er» ebenso präsent sind wie Frank A. Meyer. Oder ob dessen Plädoyer für sprachlich hochstehenden Journalismus in der «NZZ am Sonntag» nicht viel besser aufgehoben wäre. Denn möglicherweise schätzt die Leserschaft von «Sie und Er» eher die kosmisch ziselierte Lakonie einer Ashana Amtsfeld. Diese beginnt ihren Artikel über Jennifer Lopez mit den folgenden Sätzen: Sie ist die unbestrittene Latina-Queen. Als Konkurrentin Shakira in Kolumbien noch Bauchtanz übte, war ihr Po der berühmteste, teuerste und einflussreichste der Welt, der in der US-Busen-Kultur einschlug wie eine südamerikanische Bombe. Fontane und Shakira, Hochkultur und US-Busen-Kultur, aufklärerische Eindringlichkeit und postmoderne Unverkrampftheit. Und das in nur zwölf Magazinseiten Entfernung. Chapeau - schöner lässt sich das Konzept des «intelligenten Boulevards» wirklich nicht umsetzen.
Update (2.4.07, 18:30): Frank A. Meyers Text ist im «heute»-Papierkorb online und integral zugänglich.
Mittwoch, 7. Februar 2007
Die «Berner Zeitung» ist immer wieder für eine Schlagzeile gut. Wir haben für Sie die Highlights der letzten Woche herausgepickt.
"Schlagzeilen mit Schlagseite" vollständig lesen
Dienstag, 30. Januar 2007
Gestern, «Berner Zeitung», Titelseite, Hauptschlagzeile:
Roger Federer
Beinahe unschlagbar
Was fast total falsch ist, weil man entweder schlagbar oder unschlagbar ist, nichts dazwischen. Nur «BZ»-Schlagzeilen sind beinahe unschlagbar.
Dienstag, 23. Januar 2007
Fertig lustig. Auf Seite 3 der heutigen «Mittelland Zeitung» knallts. Denn: «Die Bauern machen mobil», sie haben den «Kampf um mehr Bundesmittel im Nationalrat eröffnet». Im Gang ist ein eigentliches «Manöver», wobei die SVP völlig überraschend «zuvorderst marschiert» und die fiesen Bauern «neue Munition» in Form einer Studie ins Feld führen (Artikel online nicht erhältlich).
Das alles depechte live von der Subventionsfront ein unerschrockener «MZ»-Berichterstatter an die heimatlichen Redaktionen. Sein Name: Daniel Friedli.
Donnerstag, 4. Januar 2007
«Das Duell des Jahres» ‚Äì so betitelt der «Sonntagsblick» in seiner jüngsten Ausgabe vorfreudig den sich abzeichenden Zwist zwischen Bundesrätin Micheline Calmy-Rey (SP) und ihrem Amtskollegen Christoph Blocher (SVP).
Ob ausgerechnet dieses politische Geplänkel zum «Duell des Jahres» taugt? Denn auch der Cupfinal, ein Meinungsaustausch zwischen Ingrid Deltenre und Roger Schawinski oder jeder beliebige andere Showdown kann das Prädikat «Duell des Jahres» erhalten.
Die eigentliche Geschichte aber ist, dass sich duellierende Leute allesamt eingesperrt gehörten. Denn wie der Blattkritiker durch tagelange Recherchen herausgefunden hat:
Ein Duell ist ein freiwilliger Zweikampf mit gleichen, potenziell tödlichen Waffen, der von den Kontrahenten vereinbart wird, um eine Ehrenstreitigkeit auszutragen. Das Duell unterliegt traditionell festgelegten Regeln. Duelle sind heute in den meisten Ländern verboten.
Freitag, 29. Dezember 2006
Alles wird teurer. Das weiss auch die Schweizerische Depeschenagentur SDA und schreibt: «Wer rauchend ein Bier vor dem Fernseher trinkt, zahlt nach Silvester gleich dreimal mehr.» Dieses lebensnahe Bild - es fehlen nur noch die Trainerhose und das weisse Unterhemd - wurde von diversen Redaktoren gerne übernommen (Beispiele: «20 Minuten», «heute», «St. Galler Tagblatt»).
Bier und Zigaretten werden also gleich dreimal so teuer wie bisher - und wie funktioniert das mit dem Fernseher? Ist der immer noch nicht abbezahlt? Wir scherzen. Natürlich ist die Logik der SDA folgende: Die Zigaretten werden teurer, das Bier wird teurer und das Fernsehen erst recht. Wenn also drei Dinge teurer werden, ist das Leben dreimal teurer. Genau.
Für die Online-Redakteure, die nicht nur copy-pasten, haben wir jetzt noch eine Bonusaufgabe: Steigere die Rechnung der SDA für eine noch bessere Schlagzeile (wie in diesem Beitrag). Zum Beispiel so: Wer rauchend ein Bier vor dem Fernseher trinkt und dieses mit einem Kaffee hinunterspült, der auch teurer wird, zahlt nach Silvester gleich viermal mehr!
Freitag, 22. Dezember 2006
In der aktuellen Ausgabe von «Facts» finden wir einen Abgesang auf Nelly Wenger, gewesene Chefin von Nestl√© Schweiz. Autor Marc Kowalsky hat Gefallen am Verb «monieren» gefunden, das unter anderem «bemängeln, rügen, beanstanden, mahnen» bedeutet. Und so wird in seiner Rekapitulation des Cailler-Flops fleissig moniert: Denner, zweitwichtigster Distributor im Lande, monierte die gestiegenen Preise und kippte die Schokoladen deshalb aus dem Sortiment. Umweltschützer monierten die unökologische Pet-Verpackung, Kunden monierten deren Sperrigkeit; der Berner Marketingprofessor Richard Kühn monierte, das Konzept würde nicht zu Schokolade passen; Nestl√©-Mitarbeiter monierten die Beratungsresistenz von Frau Wenger und ihre nicht immer einfachen Umgangsformen. Frau Wenger monierte, von einem Misserfolg zu sprechen sei vollkommen falsch. Und wir monieren eine einfallslose Sprache. Wie wäre es mit ein paar sinnverwandten Verben wie kritisieren, beklagen, anprangern, beanstanden, schmähen, tadeln, bemängeln, mosern, ablehnen, missbilligen oder meckern? Zumal der hervorragende Wortschatz der Universtität Leipzig doch sicher auch auf der Facts-Redaktion bekannt ist?
Sonntag, 17. Dezember 2006
Nach dem Ende des Pendlerblogs sind noch keine Nachfolgeprojekte aufgetaucht. Wir hätten einen Vorschlag: «20 Minuten Week», das Ausgangsmagazin von «20 Minuten», erscheint nur einmal pro Woche. Trotzdem bietet es reichlich Material. Ein willkürliches Beispiel ist das Pro-und-Kontra-Gefäss «Week-Battle» zum Thema Musicstar. Jürg Zentner argumentiert gegen die Sendung und greift gleich im ersten Satz zur rhetorischen Pump-Action: Nie zuvor gab es ein menschenverachtenderes Fernsehformat als Musik-Castingshows, in denen vorsätzlich Träume junger Menschen mit Füssen getreten werden. Was menschenverachtend wirklich heisst, interessiert heute nicht einmal mehr die Abschlussredaktion. Schon bald werden wir auch das vorübergehende Fehlen unserers Lieblingsjoghurts menschenverachtend nennen. Hauptsache, es wird etwas mit Füssen getreten - und dann erst noch vorsätzlich! Das ist ja schon fast eine humanitäre Katastrophe! Tatsächlich:
Die Spirale aus Hoffnung, Erwartung, Druck und Enttäuschung beginnt sich zu drehen. Und wird mit jeder Runde schneller. Das unvermeidliche [sic!] daran: Die Spirale wird nicht enden ‚Äî ein Teufelskreis. Zuerst gab es den Teufelskreis, dann die Spirale. Und jetzt sind die beiden schon vereint? Mit den überdrehten Formulierungen und schrägen Bildern geht es weiter: Die Zuschauer «haben die Schnauze voll von solchen Shows», im «Keller der Plattenlabels liegen (...) die heimischen Castingstar-Leichen», für die Gewinnerinnen der ersten zwei Runden, Carmen Fenk und Salome Clausen, «endeten [die Staffeln] mehr oder weniger im Nichts» (wo liegt das eigentlich?), weshalb die Labels auch die nächsten Gewinnerinnen und Gewinner «zum Alteisen werfen» werden, «dorthin, wo bereits der Fenk-Motor liegt.»
Das ist ja grauenhaft. Zum Glück geht es nur um Fernsehen.
Dienstag, 12. Dezember 2006
Der «Tages-Anzeiger» bespricht in seiner heutigen Ausgabe den Hintergrund des berühmten Kriegsbildes von Joe Rosenthal. Der Film «Flags of our fathers» führt den Rezensenten zu einer allgemeinen Betrachtung über die Kriegsfotografie: (..) Satellitenaufnahmen von Sad¬≠dam Husseins angeblichen Waffenlagern, [die Befreiung von] Jessica Lynch, der «Marlboro Soldier» als rau¬≠chende Ikone männlicher Virilität mitten in der Schlacht von Falluja ‚Äì das sind nur drei Beispiele dafür, wie heute versucht wird, Ikonen von der Strahlkraft des Ro¬≠senthal- Bildes zu produzieren. Die Virilität stammt vom lateinischen Wort virilitas, das «Männlichkeit» bedeutet. Somit gibt es keine unmännliche Virilität.
Mittwoch, 6. Dezember 2006
«Mehr!» wünschten unsere Leser nach Folge 1 und 2 der Schlagzeilen-Hitparade. Diesen Wunsch erfüllen wir gerne. Denn die «NZZ» ist auch im Advent ein zuverlässiger Titel-Lieferant. Die Highlights aus der gestrigen Ausgabe:
Monster-Ball im Schloss
(über den Auftritt der Monster-Masken-Band «Lordi» im Schloss der schwedischen Präsidentin. Es geht also nicht um Kritik am Adel.)
Suppe, Seife, Seelenheil
(über das Heilsarmee-Museum in Basel. Stabgereimte Stanzen stopfen, wird sich der Textchef gesagt haben)
Elektronischer Hammelsprung im Rathaus
(über die neue elektronische Abstimmungsanlage des Zürcher Gemeinderates. Die Hammel-Referenz ist fachlich einwandfrei, was ihre leise Ironie noch steigert.)
Jubilate!
(über eine - weltliche - Weihnachtsshow im Theater am Hechtplatz. Dürfen wir bei der nächsten Besprechung des warmen Winters auf ein «Rorate!» hoffen?).
Krise statt Triumph - Verlierer statt Helden
(über die lamentable Leistung der österreichischen Skifahrer. Etwas pleonastisch, aber in Ordnung. Doch das Beste zum Schluss:)
Schutz auch für Dumme und Schwache
(über den Bundesgerichtsentscheid, die Opfermitverantwortung bei Betrugsfällen nur in schweren Fällen zu berücksichtigen. Wenn sich doch auch die Richter zu so klarer Sprache bequemen könnten wie die «NZZ»!)
Freitag, 1. Dezember 2006
«Facts», Seite 34, Interview mit SVP-Mann Peter Spuhler, erste Frage:
Herr Spuhler, Sie sind der internationalste SVP-Politiker. Sind Sie öfters in der Schweiz oder im Ausland? Daraus ergibt sich unsere erste Frage: Wo zum Henker lebt Herr Spuhler? Auf dem Mond?
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