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    <title>Blattkritik.ch</title>
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    <description>Berichte vom Abenteuer Zeitunglesen</description>
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    <pubDate>Sat, 14 May 2011 13:58:00 GMT</pubDate>

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    <title>Weiter gehts auf stefan-schaer.ch</title>
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            <category>Internes</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Stefan Schaer)</author>
    <content:encoded>
    Leider ist blattkritik.ch seit etwas mehr als zwei Jahren inaktiv. Alle Versuche, aus blattkritik.ch einen breit abgestützten Medienblog mit mehreren Autorinnen und Autoren zu machen, sind gescheitert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil es wenig sinnvoll ist, meine Kommentare und Analysen unter einem Dach zu publizieren, das eine breite Plattform suggeriert, schreibe ich künftig in meinem persönlichen Blog unter &lt;a href=&quot;http://www.stefan-schaer.ch/&quot; &gt;stefan-schaer.ch&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich freue mich, wenn Sie vorbeischauen. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 11 May 2011 11:41:18 +0200</pubDate>
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    <title>Mir hei e Verein</title>
    <link>http://blattkritik.ch/index.php?/archives/476-Mir-hei-e-Verein.html</link>
            <category>Hintergründe</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Rolf Marti)</author>
    <content:encoded>
    Das Komitee &lt;a href=&quot;http://rettet-den-bund.ch/&quot; &gt;«Rettet den Bund»&lt;/a&gt; lädt zur Medienorientierung – und weckt Erwartungen. Nach wochenlangem Schweigen erhoffen sich die 13’000 Unterzeichnenden der Petition zur Rettung von Berns ältester Tageszeitung eine substanzielle Antwort darauf, wie dem «Bund» neues Leben eingehaucht werden soll. Fehlanzeige. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Medienorientierung erfährt die Öffentlichkeit drei Dinge:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Erstens: Das Komitee lanciert eine Plakatkampagne mit Kuno Lauener. Slogan: Der «Bund» gehört zum Besten, was Züri West zu bieten hat.&lt;br /&gt;
•	Zweitens: Das Komitee will mit einer Internetumfrage herausfinden, «was sich die Medienkonsumenten in Zukunft wünschen».&lt;br /&gt;
•	Drittens: Das Komitee gründet den «Verein Berner Medienvielfalt», um «gegen das drohende Pressemonopol im Grossraum Bern zu kämpfen».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entscheidende Frage wird damit nicht beantwortet. Wie soll der Bund – oder die Medienvielfalt – in Bern gerettet werden? Drei Monate bevor Tamedia über Sein oder Nichtsein des «Bund» entscheidet, hat das Komitee  bestenfalls wage Vorstellungen darüber, wie das Ziel erreicht werden könnte. Die abenteuerlichste: Der «Bund» soll künftig von einer neu zu gründenden Trägerschaft herausgegeben werden – als Tageszeitung, als Wochenzeitung oder als Beilage zu einem etablierten Printmedium. Nur: Wie soll ein solches Szenario finanziert werden? Das Komitee antwortet kryptisch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gibt es einen Businessplan? Wir haben Kostenschätzungen gemacht.&lt;br /&gt;
•	Gibt es potente Investoren? Berner Investoren scheuen die Öffentlichkeit.&lt;br /&gt;
•	Gibt es Gespräche mit der NZZ? Das Huhn gackert erst, wenn es das Ei gelegt hat.&lt;br /&gt;
•	Gibt es einen Markt für eine Wochenzeitung? Wir nehmen uns die Freiheit, das Unmögliche zu denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist zuwenig, um die Bewegung, die das Komitee in den vergangenen Monaten ausgelöst hat, in Schwung zu halten. Um den «Bund» oder die Berner Medienvielfalt zu retten, braucht es rasch klare Szenarien, solide Finanzierungspläne und realistische Markteinschätzungen. Denn weder grosse noch kleine Geldgeber investieren in Luftschlösser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Mir hei e Verein» – das reicht nicht! Aber es könnte ein Anfang sein …&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 27 Mar 2009 13:30:00 +0100</pubDate>
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    <category>bund</category>
<category>rettet den bund</category>
<category>tamedia</category>

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    <title>Dr. Peter Zieglers Replik: «Der Voodoo-Finanzer»</title>
    <link>http://blattkritik.ch/index.php?/archives/475-Dr.-Peter-Zieglers-Replik-Der-Voodoo-Finanzer.html</link>
            <category>Hintergründe</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Peter Ziegler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Gegendarstellung:&lt;/strong&gt; Ex-«Bund»-Chefredaktor Dr. Peter Zieger antwortet auf die Anschuldigungen von Ex-«Bund»-Finanzchef Urs Strobel. Dieser wirft Ziegler in der &lt;a href=&quot;http://blattkritik.ch/index.php?/archives/474-Dr.-Peter-Zieglers-Maerchenstunde.html&quot; &gt;Blattkritik-Plattform&lt;/a&gt; vom 22. Januar 2009 vor, in seinem &lt;a href=&quot;http://www.derbund.ch/zeitungen/thema/-Ein-neuer-Bund-fuer-Bern-und-die-Schweiz-/story/11556030&quot; &gt;«Bund»-Text&lt;/a&gt; vom 8. Dezember 2008 mit falschen Fakten argumentiert zu haben.&lt;/em&gt; &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://blattkritik.ch/index.php?/archives/475-Dr.-Peter-Zieglers-Replik-Der-Voodoo-Finanzer.html#extended&quot;&gt;&quot;Dr. Peter Zieglers Replik: «Der Voodoo-Finanzer»&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 24 Jan 2009 15:49:00 +0100</pubDate>
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    <category>bund</category>

</item>
<item>
    <title>Dr. Peter Zieglers Märchenstunde</title>
    <link>http://blattkritik.ch/index.php?/archives/474-Dr.-Peter-Zieglers-Maerchenstunde.html</link>
            <category>Plattform</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Urs Strobel)</author>
    <content:encoded>
    &lt;em&gt;Mit der &lt;strong&gt;«Plattform»&lt;/strong&gt; bietet Blattkritik.ch ausgewählten Gastautoren die Möglichkeit zur Medienkritik. Heute widerlegt Urs Strobel, 1984 bis 1993 Finanzchef beim «Bund», zahlreiche Behauptungen von Dr. Peter Ziegler, die der ehemalige «Bund»-Chefredaktor in seinem &lt;a href=&quot;http://www.derbund.ch/zeitungen/thema/-Ein-neuer-Bund-fuer-Bern-und-die-Schweiz-/story/11556030&quot; &gt;«Bund»-Artikel&lt;/a&gt; vom 8. Dezember 2008 gemacht hat. Strobel zeigt auf, dass Ziegler zum Beispiel Auflage- und Cashflow-Entwicklung massiv geschönt hat.&lt;/em&gt; &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://blattkritik.ch/index.php?/archives/474-Dr.-Peter-Zieglers-Maerchenstunde.html#extended&quot;&gt;&quot;Dr. Peter Zieglers Märchenstunde&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 22 Jan 2009 15:57:04 +0100</pubDate>
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    <category>bund</category>

</item>
<item>
    <title>Die Tamedia muss gar nichts – ausser Geld verdienen</title>
    <link>http://blattkritik.ch/index.php?/archives/473-Die-Tamedia-muss-gar-nichts-ausser-Geld-verdienen.html</link>
            <category>Plattform</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Rolf Marti)</author>
    <content:encoded>
    &lt;em&gt;Mit der &lt;strong&gt;«Plattform»&lt;/strong&gt; bietet Blattkritik.ch ausgewählten Gastautoren die Möglichkeit zur Medienkritik. Heute erklärt Rolf Marti, ehemaliger Verlagsleiter «Berner Tagwacht»/«Die Hauptstadt», weshalb es für die Tamedia keinen wirtschaftlichen Grund gibt, den «Bund» am Leben zu erhalten.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nahe «Bund»-Ende weckt Emotionen. Und romantische Erwartungen. Zum Beispiel jene, die Tamedia müsse in Bern die Medienvielfalt retten. Muss sie nicht. Ein verantwortungsvoll handelndes Unternehmen hat primär die Pflicht, anständig Geld zu verdienen (im doppelten Wortsinn). Nur so lassen sich nachhaltig Arbeitsplätze sichern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesen Vorzeichen hat ein Medienprodukt dann eine Existenzberechtigung, wenn es entweder rentiert oder für das Gesamtunternehmen von strategischer Bedeutung ist (vgl. Lokalfernsehen, Internet). Der «Bund» tut weder das eine, noch ist er – seit der Übernahme durch die Espace Media Groupe – das andere. Im Detail:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Seit 1996 hat der «Bund» gemäss der Tamedia Verluste in der Höhe von über 30 Millionen Franken erwirtschaftet. Die Löcher wurden von Ringier, der NZZ, der Publicitas und schliesslich der Espace Media Groupe gestopft. Ohne Erfolg. Eine Zeitung, die aber selbst in konjunkturell guten Zeiten kein Fett ansetzt, stirbt in der Rezession an Magersucht. So gesehen ist der «Bund» seit langem klinisch tot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Dass der «Bund» noch lebt, hat strategische Gründe. Ringier, NZZ und Publicitas wollten im nationalen Inseratemarkt dem Gespann Tamedia/Espace Media Groupe (die sich schon vor ihrem Zusammenschluss die Rechte an der «Berner Zeitung» teilten und heute gemeinsam mit der «Basler Zeitung» einen Inseratepool bilden) Paroli bieten. Für die nationalen Inserenten brauchten Erstgenannte auch im Grossraum Bern einen Werbeträger. Darin dürfte der tiefere Grund liegen, weshalb der «Bund» so lange künstlich beatmet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ringier und NZZ hatten zwar richtig gedacht, konnten aber aus ihrem strategischen Schritt nach Bern kein Kapital schlagen. Schlicht deshalb, weil ihnen eine verlegerische Vision für den «Bund» und ihre anderen Lokalblätter fehlte (vgl. &lt;a href=&quot;http://www.blattkritik.ch/index.php?/archives/470-Wer-zu-spaet-vom-hohen-Ross-steigt.html&quot; &gt;«Wer zu spät vom hohen Ross steigt»&lt;/a&gt;). Weil aber Verlagshäuser – genau wie Hersteller von Zahnbürsten, Bügelbrettern oder Wurstwaren – letztlich Geld verdienen müssen, muss sich jede Investition irgendwann bezahlt machen. Jene beim «Bund» tat es nicht. Es blieb nur der Verkauf an die Espace Media Groupe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war die Lebensversicherung des «Bund» weg. Denn mit der «Berner Zeitung» verfügten die Tamedia und die Espace Media Groupe bereits über den auflagestärksten Titel im Grossraum Bern. An der «Berner Zeitung» kommt kein nationaler Inserent vorbei – egal, ob der «Bund» ein paar Tausend Exemplare zur Gesamtauflage beisteuert oder nicht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Tamedia gibt es keinen Grund, den «Bund» weiter am Leben zu erhalten. Wer dies fordert, verlangt von einem Unternehmen, dass es wider die ökonomische Vernunft handelt. Und letztlich geht es um Ökonomie, nicht um Publizistik. Das sind die Fakten, vor denen Medienromantiker gerne die Augen verschliessen. Nochmals: Es ist nicht die Aufgabe der Tamedia, die Berner Medienvielfalt zu retten. Wer Medienvielfalt fordert, muss dafür einen  Markt finden – oder sie selber berappen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entscheidende Frage lautet deshalb: Wie kann in Bern die Meinungsvielfalt auch ohne «Bund» längerfristig gesichert werden? Darüber sollten wir nachdenken! 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 19 Jan 2009 14:51:54 +0100</pubDate>
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    <category>berner zeitung</category>
<category>bund</category>
<category>espace</category>
<category>rettet den bund</category>
<category>tamedia</category>

</item>
<item>
    <title>Was haben wir unterschrieben?</title>
    <link>http://blattkritik.ch/index.php?/archives/472-Was-haben-wir-unterschrieben.html</link>
            <category>Hintergründe</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Stefan Schaer)</author>
    <content:encoded>
    Seit zirka einem Monat sammelt das Komitee &lt;a href=&quot;http://rettet-den-bund.ch/&quot; &gt;«Rettet den Bund»&lt;/a&gt; Unterschriften und Geld. Der Petitionstext fordert, dass der Bund «im Strudel von Restrukturierungen und Sparmassnahmen nicht zerstückelt wird».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute hat das Komitee mit einem &lt;a href=&quot;http://rettet-den-bund.ch/?page_id=144&quot; &gt;Communique&lt;/a&gt; über den aktuellen Stand informiert. Wir lesen, dass mittlerweile über 8000 Unterschriften zusammen gekommen sind, dass viel Prominenz unterschrieben hat, dass der Berner Regierungsrat bei Tamedia-Verwaltungsratspräsident Pietro Supino vorstellig geworden ist. So weit, so gut – und ein Leistungsausweis, der sich sehen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber: Wir vermissen nach wie vor einen konkreten Plan. Wie soll der «Bund» gerettet werden? Was will die Petition genau bewirken? Was haben wir unterschrieben? Wofür sollen wir Geld spenden? Auf diese Fragen geben weder das heutige Communique noch die Website eine Antwort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kann dem Komitee nicht darum gehen, den «Bund» mit externen Finanzspritzen ein/zwei Jahre am Leben zu erhalten. Das wäre Zeit-, Energie- und vor allem Geldverschwendung. Denn selbst wenn «Rettet den Bund» eine grössere Summe sammeln sollte, können damit nur bestehende Löcher gestopft werden. Was der «Bund» braucht, wenn er längerfristig überleben will, ist eine wirtschaftliche Perspektive. Ohne diese sind Spenden und gutgemeinte Solidarität Makulatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer weiss, vielleicht gibt es den konkreten Plan. Im Communique lesen wir aber nur: «Seit der Weihnachtszeit ist ein Ausschuss des Komitees an der Arbeit. Er sondiert in verschiedene Richtungen, führt Gespräche und möchte auf konstruktive Weise neue Optionen ermöglichen». &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleibt die Frage: Was soll die Geheimnistuerei? Wenn es Optionen gibt, dann gehören diese auf den Tisch. Die Diskussion um die Zukunft des «Bund» und um die längerfristige Erhaltung der Medienvielfalt darf nicht hinter verschlossenen Türen stattfinden. Sie muss öffentlich geführt werden. Nur so können alle relevanten Kräfte mitreden. Nur so wird vielleicht einer breiten Öffentlichkeit bewusst, worum es geht: Um Konkurrenz, um Meinungsvielfalt, um Demokratie. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 08 Jan 2009 17:22:00 +0100</pubDate>
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    <category>bund</category>
<category>rettet den bund</category>
<category>tamedia</category>

</item>
<item>
    <title>Neujahrswünsche 2009</title>
    <link>http://blattkritik.ch/index.php?/archives/471-Neujahrswuensche-2009.html</link>
            <category>Hintergründe</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Fischer)</author>
    <content:encoded>
    Wir wünschen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
… den verbleibenden «NZZ»-Mitarbeitern viel Glück mit Albert P. Stäheli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
… «.ch» ein bezahltes Inserat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... dem neu gestalteten «Tagi-Magi» eine lesbare Schrift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
… der «Weltwoche» ein gutes Händchen bei der Kür ihres zweiten Bundesrats.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
… «SF DRS» eine Satiresendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
… den «Annabelle»-Leserinnen, dass sie sich eines der besprochenen Produkte leisten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
… «Bernerzeitung.ch» den Mut, eine selbst geschriebene Meldung kurz nachzulesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... der «SonntagsZeitung» ein Redesign des neuen Layouts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
… dem «Blick», dass er ab und zu erwidert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
… dem «Thuner Tagblatt» einen neuen Chefredaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
… «Radio DRS» jemanden, der ein DAB-Radio kauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
… der «Basler Zeitung» und der «Neuen Luzerner Zeitung» Vorbildfunktion – wie man es in Bern nicht machen sollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
… den Mitarbeitern des «Bund» einen anständigen Sozialplan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
… auch den Mitarbeitern der «Berner Zeitung» einen anständigen Sozialplan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
… der Espace Media Groupe passende Mieter für die frei werdenden Räume am Dammweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
… der «Neuen Berner Zeitung» Konkurrenz.&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 06 Jan 2009 12:48:36 +0100</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>Wer zu spät vom hohen Ross steigt …</title>
    <link>http://blattkritik.ch/index.php?/archives/470-Wer-zu-spaet-vom-hohen-Ross-steigt.html</link>
            <category>Plattform</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Rolf Marti)</author>
    <content:encoded>
    &lt;em&gt;Mit der &lt;strong&gt;«Plattform»&lt;/strong&gt; bietet Blattkritik.ch ausgewählten Gastautoren die Möglichkeit zur Medienkritik. Heute analysiert Rolf Marti, ehemaliger Verlagsleiter «Berner Tagwacht»/«Die Hauptstadt», den Niedergang des «Bund».&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bund-Ende naht. Schuld daran sind nicht die von Graffenrieds und Supinos, die Gratiszeitungen oder das Internet. Der Niedergang ist primär hausgemacht – eine Folge verlegerischer Fantasielosigkeit und redaktioneller Überheblichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung: Der Bund war einst die auflagenstärkste Zeitung im Kanton, ein Blatt mit Renommee und nationaler Ausstrahlung. Für Verleger und Pferdenarr Werner Hans Stuber und seine Truppe Grund genug, auf dem hohen Ross zu sitzen und die Zügel schleifen zu lassen. Während Stuber die Medienkonstellation auf dem Platz Bern für unverrückbar hielt, erkannte Charles von Graffenried die Zeichen der Zeit: In Zukunft würde pro Wirtschaftsraum nur eine Zeitung überleben. Nicht die beste, sondern die auflagenstärkste. Rund um das muffige Berner Tagblatt arrondierte er das mediale Terrain, schmolz Titel um Titel zur mächtigen Berner Zeitung zusammen und leitete Werbefranken um Werbefranken in seinen Futtertrog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was tat der Bund? Er reagierte – nur leider zu spät. Als die Idee der Aarebogenzeitung (Thuner Tagblatt, Der Bund, Bieler Tagblatt, Solothurner Zeitung) endlich geboren war, lahmte das vermeintliche Zugpferd bereits bedenklich. Der Bund war zu schwach, um in diesem Gespann eine führende Rolle zu übernehmen und gleichzeitig zu stolz, diese einem andern abzutreten. Es kam, wie es kommen musste: 1992 war der Futtertrog leer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als weisser Ritter sprang Ringier in die Bresche und verhinderte fürs Erste, dass von Graffenried den Bund in seinen Stall führte. Ringier hatte zwar Geld, aber keine Strategie. Er unternahm nicht einmal den Versuch, beim Bund die Zügel herumzureissen. Drei Jahre später sollte es die Neue Zürcher Zeitung richten. Ausgerechnet! Die alte Tante, die heute selber auf das Know-how altgedienter BZ-Strategen angewiesen ist, hatte ausser einem Bekenntnis zum Qualitätsjournalismus nichts zu bieten – was bestenfalls dazu geeignet war, der Selbstgefälligkeit einiger Bund-Redaktoren zu schmeicheln (vgl. &lt;a href=&quot;http://ext.derbund.ch/artikel_594608.html&quot; &gt;Artikel&lt;/a&gt; Peter Ziegler, Bund vom 8.12.08).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei hätte es eine erfolgversprechende Strategie gegeben: einen gemeinsamen Mantel oder Redaktionspool für die Lokalzeitungen im Einflussbereich der NZZ (Der Bund, St. Galler Tagblatt, Neue Luzerner Zeitung u.a.). Doch nichts von alledem: Die NZZ ritt den Bund planlos Richtung Abgrund. Angesichts der Lethargie der Eigentümer wirkten das engagierte Bemühen der Bund-Verlagsleute, in ihrem begrenzten Einflussbereich das Mögliche für die Rettung zu tun, schon fast bemitleidenswert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 stieg auch die NZZ aus dem Sattel. Von Graffenried und seine Espace Media Groupe (Berner Zeitung) übernahmen den Bund – wohl eher aus Sentimentalität denn aus unternehmerischer Überzeugung, und weil von Graffenried sein Bekenntnis zur Berner Medienvielfalt einlösen wollte. Doch spätestens mit der Übernahme der Espace Media Groupe durch Tamedia musste jedem klar sein, dass der abgehalfterte Bund nur noch ein Gnadenbrot erhalten würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man merke: Wer zu spät vom hohen Ross steigt, den bestraft der Markt. Und: Journalistische Qualität allein ist keine Überlebensgarantie. Ein Jammer, aber wahr! 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 20 Dec 2008 11:26:07 +0100</pubDate>
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    <category>berner zeitung</category>
<category>bund</category>
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    <title>«Rettet die publizistische Vielfalt»</title>
    <link>http://blattkritik.ch/index.php?/archives/469-Rettet-die-publizistische-Vielfalt.html</link>
            <category>Hintergründe</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Stefan Schaer)</author>
    <content:encoded>
    Seit klar ist, dass der «Bund» in seiner heutigen Form spätestens Mitte 2009 aus der Zeitungslandschaft verschwindet, fegt ein Sturm der Entrüstung über Bern. Verständlich! Uns dröhnt aber der Kopf ob all dem Lob für den «Bund», all der Kritik an der «Berner Zeitung». &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Petition fordert &lt;a href=&quot;http://www2.rettet-den-bund.ch/?page_id=6&quot; &gt;«Rettet den Bund»&lt;/a&gt;. Sie hat mittlerweile viel Prominenz vereint, viele Unterschriften gesammelt und für viel Aufsehen gesorgt. Das ist gut so und setzt ein Zeichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bloss: Ist «Rettet den Bund» der richtige Ansatz?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein. Die Tamedia prüft zwar (offiziell) &lt;a href=&quot;http://www.kleinreport.ch/meld.phtml?id=49469&quot; &gt;zwei Optionen&lt;/a&gt;, wie es in Bern weitergehen soll – wirtschaftlich sinnvoll (und das wird für die Tamedia zählen) ist aber nur eine: Die Fusion von «Bund» und «BZ». Eine «Neue Berner Zeitung» wird entstehen – und wohl auch genau so heissen (jedes bisherige helvetische Fusionsprodukt trägt den Namen seiner Region, was vor allem werbetechnisch hilfreich ist). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vielen harten, gegen die «BZ» gerichteten Reaktionen von «Bund»-Lesern zeigen deutlich: Will sich die Tamedia die Mehrzahl der Bund-Abonnenten für die neue Zeitung sichern, wird sie den «Bund» nicht einfach der «BZ» einverleiben können. Umgekehrt würden sich viele «BZ»-Leser mit dem manchmal elitären «Bund» schwer tun. Die «Lösung» kann also nur eine Zeitung bringen, die irgendwo dazwischen steht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob die neue Zeitung mehr «Bund» oder mehr «BZ» sein wird, ist aber sekundär. Viel wichtiger ist, dass Bern nicht nur den «Bund», sondern auch die «BZ» und somit die publizistische Vielfalt verliert. Was das bedeutet, zeigen die Beispiele Basel und Luzern mehr als deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Rettet den Bund» greift deshalb zu kurz. Es müsste heissen: «Rettet die publizistische Vielfalt».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu braucht es eine alternative Publikationsplattform, die unabhängig ist von der Tamedia. Eine zweite Tageszeitung kann es nicht sein, der Berner Markt ist dafür zu klein. Der «Bund» hat selbst in konjunkturell guten Jahren nur knapp schwarze Zahlen geschrieben. Zudem wird die Zahl der abonnierten Zeitungen weiter zurückgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die lokale publizistische Vielfalt ist also nur via Internet zu gewährleisten (siehe auch &lt;a href=&quot;http://blattkritik.ch/index.php?/archives/417-Bye-bye-Bund-Hallo-Online-Zeitung.html&quot; &gt;Eintrag vom 25.5.2007&lt;/a&gt;) – sei es in Form einer lokalen Online-Zeitung, eines offenen Forums oder wenigstens eines Watch-Blogs «Neue Berner Zeitung».&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 16 Dec 2008 21:07:00 +0100</pubDate>
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    <category>berner zeitung</category>
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<category>rettet den bund</category>
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    <title>Die letzte Konkurrenz ist – staatlich</title>
    <link>http://blattkritik.ch/index.php?/archives/468-Die-letzte-Konkurrenz-ist-staatlich.html</link>
            <category>Politisches</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Stefan Schaer)</author>
    <content:encoded>
    &lt;em&gt;Ein Nachtrag zum Berner Medientag, Erstveröffentlichung im comedia-Magazin «m», 12/2007, &lt;a href=&quot;http://www.comedia.ch/&quot; &gt;www.comedia.ch&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &lt;a href=&quot;http://www.bernermedientag.ch/&quot; &gt;Berner Medientag&lt;/a&gt; unter dem Titel «Hilfe, die Zürcher kommen» hat kaum neue Erkenntnisse gebracht – weil die Zürcher nicht gekommen sind. So musste sich das Publikum in Abwesenheit sämtlicher Tamedia-Entscheidungsträger anhören, wie Markus Eisenhut, Co-Chefredaktor der «Berner Zeitung», und Rudolf Burger, stellvertretender Chefredaktor des «Bund», um den heissen Brei redeten, wohl ohne mehr zu wissen als Sie und ich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Publizist Karl Lüönd blieb es vorbehalten, pikante Aussagen zu machen. «Die Tamedia bezahlt doch nicht 300 Millionen Franken, um eine starke Marke wie den ‹Bund› zu schliessen», behauptete er. Zudem sprach er sich dafür aus, die Schweizer Medien vermehrt dem freien Markt zu überlassen – Qualität werde sich durchsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine krasse Fehleinschätzung. Denn eine qualitativ hoch stehende Presse ist nicht zuletzt eine vielstimmige Presse. Zudem: Wer die Veränderungen der Medienlandschaft in den letzten 20 Jahren analysiert, stellt fest, dass sich nicht Qualität, sondern wirtschaftliche Stärke durchsetzt. Wir «leiden» also nicht nur unter weniger eigenständigen Zeitungen, sondern müssen uns immer öfter mit einem inhaltlichen und sprachlichen Niveau begnügen, dass selbst  minimalen Ansprüchen nicht genügt. Oberflächlichkeit ist angesagt, Zeit für fundierte Recherche bleibt den zusammengesparten Redaktionen zu selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz: Wir haben eine beträchtliche Verschlechterung des Angebots erlebt. Was solls, könnte man sagen – Hauptsache, die vorhandenen Titel bringen Geld. Das wäre aber mehr als kurzsichtig. Demokratisch betrachtet sei das Zeitungssterben «eine politische Zeitbombe», hat SP-Nationalrat Andreas Gross einmal gesagt. Recht hat er. Eine Zeitung ist nun mal kein Wurstladen, sie hat nicht nur zu rentieren, sie hat auch zu informieren, Meinungen zu bilden, ihren Beitrag zur Demokratie zu leisten. Und damit so etwas wie Meinungsvielfalt auch im Lokalen erhalten bleibt, braucht es mehr als bloss eine Zeitung pro Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade auf dem Platz Bern haben wir erlebt, wie schnell es gehen kann – und in welche Richtung es geht. Was noch in den 90er-Jahren mit «Bund», «Berner Zeitung» und «Berner Tagwacht» vorbildlich aussah, ist heute ein Trauerspiel. Nach dem absehbaren Ende für den «Bund» wird sich in Bern mit der «Berner Zeitung» jenes Produkt durchgesetzt haben, das journalistisch weniger zu bieten hat, aber wirtschaftlich stärker ist. Regional und kantonal hat die Espace Media Groupe alles gefressen, was es zu fressen gab - und ist jetzt selber von einem noch Grösseren, der Tamedia, gefressen worden. Der Hauptstadt droht somit nicht nur ein Zeitungsmonopol, es droht ein Zeitungsmonopol mit Zürcher Mantel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was in Bern auf lokaler Ebene als Konkurrenz bleiben wird, ist Radio DRS – mal abgesehen von ein paar publizistisch kaum ernst zu nehmenden Gratisblättern und Lokalradios. Mit anderen Worten: Die letzte wirkliche Konkurrenz im Staate Bern ist – staatlich. Die Frage sei erlaubt: Ist es nicht Zeit für eine starke staatliche Zeitung mit Lokalteilen in jeder grösseren Stadt (analog Radio DRS)? Wieso soll sich staatliche Publizistik auf elektronische Medien beschränken? Statt die Millionen der Presseförderung mit dem Giesskannenprinzip an Produkte zu vergeuden, die sowieso nicht in der Lage sind, eine publizistische Alternative zu bieten, könnte man das Geld auch in eine vielschichtige nationale Zeitung investieren. Und dafür den Rest des Medienkuchens ganz dem freien Markt überlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klar, die aktuelle Situation bei Radio und Fernsehen ist historisch gewachsen. Und grundsätzlich gilt: Der Staat soll nur dort eingreifen, wo der Markt versagt. Viele werden den Ruf nach einer staatlichen Zeitung deshalb als ordnungspolitischen Sündenfall abtun und argumentieren, dass auch heute neue Zeitungen lanciert würden und der Markt somit spiele. Nur: Bedeuten Gratiszeitungen Presse- und Meinungsvielfalt, tragen sie zur Diskussionskultur und Demokratie bei?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein. Der Medienmarkt funktioniert nur noch finanziell. Was seinen publizistischen Auftrag betrifft, versagt er mehr und mehr. Es ist Zeit, etwas für unsere demokratische Zukunft zu tun und mit einer staatlichen Zeitung Pressevielfalt herzustellen, die diesen Namen verdient. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 15 Dec 2007 16:13:00 +0100</pubDate>
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    <category>berner zeitung</category>
<category>bund</category>
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    <title>Schnappschuss: Vogel sah die Krawalle kommen</title>
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            <category>Plattform</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Börnstein)</author>
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    «Man hat den Eindruck, Vogel und die anderen Biertischredner und -schreiber wollten die Chaoten auf dem Bundesplatz in ihrer Heftigkeit noch übertreffen», kommentiert Heinz Däpp in seiner aktuellen Satire &lt;a href=&quot;http://www.blattkritik.ch/uploads/Sounds/schnappschuss_vogel.mp3&quot; &gt;«Vogel sah die Krawalle kommen»&lt;/a&gt;.   
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 12 Oct 2007 20:43:39 +0200</pubDate>
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    <category>bund</category>
<category>schnappschuss</category>

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    <title>Interviews in Zeiten des Krieges</title>
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            <category>Handwerkliches</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Hohlbein)</author>
    <content:encoded>
    «Ein paar mehr Bataillone», betitelt der «Spiegel» in seiner aktuellen Ausgabe ein Interview mit dem amerikanischen General Dan McNeill, Oberkommandeur der Isaf-Truppen in Afghanistan. Im Interview fordert McNeill... &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;... ein paar mehr Batallione zu schicken, ein paar mehr Helikopter und Ressourcen, um grössere Kampfgebiete abzudecken.&lt;/blockquote&gt;Anglizismen in Ehren, aber jeder halbwegs englisch sprechende Mensch sollte wissen, dass «some more» etwas anders ins Deutsche gebracht wird. Nicht nur sprachlich ist das Interview eher ein Ärgernis denn eine Erleuchtung: So darf sich McNeill ausgiebig über die «abstrusen Verlautbarungen» der Taliban zu zivilen Opfern der Kämpfe äussern. Diese seien Extremisten durch und durch. Und:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Sie enthaupten jeden, der nicht ihrer Auffassung ist.&lt;/blockquote&gt;Dass ein General zu solch kriegsrethorischen Übertreibungen greift, gehört zu seinem Beruf. Zu demjenigen der befragenden Journalistin würde es gehören, diese auch eher abstruse Verlautbarung zu hinterfragen. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 28 Sep 2007 08:14:13 +0200</pubDate>
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    <category>spiegel</category>

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    <title>«.ch» zum Ersten</title>
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    <author>nospam@example.com (Börnstein)</author>
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    Wir mussten lange warten. Gestern, kurz nach 9 Uhr wurde die erste Ausgabe der Gratiszeitung .ch dann doch noch vor der Wohnung deponiert. Nach dem ersten Durchblättern sind wir positiv überrascht. «.ch» ist tatsächlich etwas anders als die bisherigen Gratisprodukte: ruhiger und stärker nachrichtenorientiert. Nach dem genaueren Lesen hingegen sind wir etwas ernüchtert. Eine Blattkritik unter drei Aspekten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Das Erscheinungsbild:&lt;/b&gt; Die Gestaltung der Front- und Rückaufschlagsseite von «.ch» ist grosszügig – so grosszügig, dass nebst den Schlagzeilen kein Platz für Anrisse bleibt. Gut ist die Idee, die Rückaufschlagseite für die Sportschlagzeilen zu nutzen, so dass die Zeitung auch von hinten nach vorne gelesen werden kann. Die Seiten im Innern kommen eher ruhig gestaltet daher, aber auch etwas langweilig: Meist wird einem Thema eine Seite gewidmet, abzüglich einer etwas breiteren Randspalte mit Kurzmeldungen oder einer Kolumne. Die Seitenköpfe strotzen vor Strichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Das Themenangebot:&lt;/b&gt; «.ch» bietet einen Schweiz-, einen Lokal- und einen Wirtschaftsteil mit vielen Eigenleistungen. Die Auslandseiten hingegen sind mit Agenturmeldungen gefüllt. Nach der klassischen Ordnung folgt vor den Sportseiten ein Sammelsurium zusätzlicher Themen: Nach Lifestyle und Kultur People und «Special» – was das genau ist, versuchen wir noch herauszufinden –, folgt das Kinoprogramm und der Veranstaltungskalender, das Fernsehprogramm, die Wetterprognosen, die Rätselseite. Irgendwo dazwischen ist eine «Boulevard»-Seite hinein gequetscht, die offenbar vorab als Auffangbecken für überzählige Nachrichten aus den tagesaktuellen Ressorts dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die Artikel:&lt;/b&gt; Die meisten Artikel sind zwar etwas kürzer als in einer durchschnittlichen Regionalzeitung, aber länger und weniger aufgeregt als in der Gratis-Konkurrenz. Das ist offenbar Konzept. Chefredaktor Rolf Leeb will laut seinem Editorial «die Ereignisse unaufgeregt und gelassen» [sic!] geschildert haben. Erstaunt sind wir über den Frontaufmacher «Business für Kids». Die Geschichte dazu ist weder besonders originell oder aktuell noch eine besonders grosse Eigenleistung. Und sie ist bloss mit einer Notlösung illustrierbar. Dafür ist sie schlecht redigiert. Zumindest ist sie damit nicht alleine: Wir stolpern bei der Lektüre mehrmals über sprachliche und typographische Unschönheiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz aller Mängel: «.ch» bietet ein umfassendes Themenspektrum, eine etwas ausführlichere Berichterstattung als die anderen Gratiszeitungen, meist wohltuend unaufgeregten Journalismus und genügend Service. Mit dieser Mischung dürfte die neue Gratiszeitung in den etablierten Verlagen noch zu reden geben. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 21 Sep 2007 00:58:45 +0200</pubDate>
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    <title>Ein Vogel im Porzellanladen</title>
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    <author>nospam@example.com (Stefan Schaer)</author>
    <content:encoded>
    Dani Landolf, Stefan Bühler, Karin Reber Ammann, Ingrid Hess, Charles Beuret, Katharina Schindler, Rudolf Gafner, Rainer Schneuwly, Yvonne Leibundgut, Susanne Wenger, Evelyne Reber-Mayr, Michael Fankhauser, Nick Lüthi, Lorenz Kummer, This Wachter – die Liste der Redaktoren, die beim «Bund» gekündigt haben, seit Artur K. Vogel die Chefredaktion übernommen hat, ist lang, sehr lang sogar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klar: All diese Abgänge dem neuen Chef anzulasten, wäre unfair. Die Übernahme der Espace Media Groupe durch die Tamedia hat der Stimmung beim «Bund» nicht gut getan – wer 1 und 1 zusammenzählt, weiss, dass die Tage des «Bund» gezählt sind (&lt;a href=&quot;http://blattkritik.ch/index.php?/archives/442-Bund-tschuess.html&quot; &gt;1&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://blattkritik.ch/index.php?/archives/445-NZZ-Der-perfekte-Abgang.html&quot; &gt;2&lt;/a&gt;) und sucht einen neuen Job. Aber: Ein wesentlicher Faktor für viele Kündigungen langjähriger, qualifizierter Mitarbeiter scheint der neue Mann an der Spitze zu sein. Diverse Stimmen aus der «Bund»-Redaktion sprechen von Diktatur, von Bush-Doktrin («Wer nicht für mich ist, ist gegen mich»), sie sprechen davon, dass Artur K. Vogel jede Diskussion abwürgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vogel praktiziert beim «Bund» also genau das Gegenteil dessen, was auf einer Zeitungsredaktion selbstverständlich sein sollte: konstruktive Auseinandersetzung, Meinungsvielfalt, Demokratie. Jüngstes Beispiel: Vogel wollte Alexander Sury, den Leiter des «Kleinen Bund», loswerden und legte ihm die Kündigung auf den Tisch. Eine Kündigung, die Vogel auf Druck von Redaktionsmitgliedern inzwischen rückgängig gemacht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Vorwurf, den sich Vogel gefallen lassen muss: Er tut sich offenbar immer wieder mit Ankündigungen/Versprechungen hervor, die er schliesslich nicht einhalten kann. Krassestes (öffentliches) Beispiel: Vogel kommunizierte allzu früh, die Berner Kulturagenda werde künftig in den Bund integriert. Dumm, dass die Berner Kulturinstitutionen mit dem Bundmodell eigentlich gar nicht einverstanden waren. – Resultat: die Kulturagenda liegt seit &lt;a href=&quot;http://www.espace.ch/artikel_419138.html&quot; &gt;heute&lt;/a&gt; dem Anzeiger bei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umso unverständlicher sind Vogels Umgangston und seine internen Basteleien (Auslandchef Lorenz Kummer kündigte unter anderem deshalb, weil Vogel dem Auslandteil 80 Stellenprozente streichen wollte. Dies notabene nur zwei Monate, nachdem er eine freie Auslandstelle neu besetzt hatte), wenn man weiss, dass Vogel für sein erstes Jahr beim «Bund» mit der Espace Media Groupe Besitzstandswahrung aushandeln konnte. Das heisst, er hat vorläufig keinen wirtschaftlichen Druck, er ist nicht mit der Vorgabe angetreten, intern die Schraube anzuziehen und weiter Stellen abzubauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Was sollen die Allüren, Herr Vogel», fragen sich viele. Die Antwort scheint banal: Artur K. Vogel ist offenbar einfach so. Wer hört, wie die Leute über ihn sprechen, wer seine Kommentare und Artikel im «Bund» und seit neustem im &lt;a href=&quot;http://bundblog.espace.ch/&quot; &gt;«Bund»-Blog&lt;/a&gt; liest, stellt fest, dass Vogel allzu gerne «poltert» und seine Schreibe gelinde gesagt «hemdsärmlig» daherkommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein Wunder also, ist Vogel «Bund»-intern mittlerweile isoliert. «So kann es nicht weitergehen», sagen viele. Was das bedeutet, bleibt abzuwarten. Pikantes Detail: Bei der Espace Media Groupe hat man offenbar von der «Bloss weg hier»-Stimmung beim «Bund» bisher nichts mitgekriegt. – Oder nichts mitkriegen wollen? Vielleicht ist man sich über die Situation durchaus im Klaren und lässt Vogel bewusst gewähren. Vielleicht lässt sich ein «Bund», der viele gute Journalisten und damit schon bald einen Teil seines Ansehens verloren hat, dereinst mit weniger Nebengeräuschen einstellen.&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 12 Sep 2007 17:36:19 +0200</pubDate>
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    <title>Iiiiiiiiiek - Gratis-Traffic!</title>
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            <category>Internettes</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Michael Staub)</author>
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    Wie «persönlich» &lt;a href=&quot;http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=70005&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;meldet&lt;/a&gt;, will der &lt;a href=&quot;http://www.schweizerpresse.ch/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Verband Schweizer Presse (VSP)&lt;/a&gt; eine «Konkurrenz» zu &lt;a href=&quot;http://news.google.ch/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Google News&lt;/a&gt; aufbauen. Eine Konkurrenz? Zuerst hat der Blattkritiker herzlich gelacht. Dann hat er gelesen:&lt;blockquote&gt;«Wir sind der Meinung, dass Google mit seinem Newsdienst das Urheberrecht verletzt und unlauteren Wettbewerb betreibt», erklärt VSP-Präsidiumsmitglied Norbert Neininger auf Anfrage von «persoenlich.com». Der Verband befürchtet, dass vielen Lesern &lt;b&gt;die Textanrisse auf news.google.ch genügen&lt;/b&gt;, und sie darauf verzichten, den Artikel in voller Länge auf den Newsportalen der Medienhäuser zu lesen.&lt;/blockquote&gt;Unlauterer Wettbewerb? Im Gegensatz zu den Zeitungs-Websites erscheinen auf Google News keine &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Adwords&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Adwords&lt;/a&gt; oder Banner. Urheberrechtsverletzungen? Google News indexiert nur die ersten 200 Zeichen. Die Textanrisse könnten den Lesern genügen? Die selbe Gefahr besteht auf jeder Zeitungs-Website. Die angeführten Gründe können nicht überzeugen. Zudem existiert Google News seit einigen Jahren, und der Dienst ist kaum für das Abo-Sterben der Schweizer Zeitungen verantwortlich. Worum also geht es dem VSP wirklich? Es geht ihm ziemlich sicher ums Geld:&lt;blockquote&gt;Branchenkenner gehen davon aus, dass die Zeitungsverleger für die Verwendung ihrer Inhalte von Google finanziell entschädigt werden wollen.(...) Konfrontation würde für die Verleger bedeuten, Klage gegen den Suchmaschinenbetreiber einzureichen. (...) In Belgien hatte der Verband Copiepress geklagt, nachdem Google seinen Newsdienst in einer belgischen Version lanciert hatte. Vergangenen Februar dann verbot ein Gericht Google, auf Zeitungsartikel zu verweisen. Der Rechtsstreit in Belgien wurde im Juni beigelegt, nachdem Google auf einige Forderungen der Verleger eingegangen war.&lt;/blockquote&gt;Der VSP hat nicht begriffen, wie das Internet funktioniert. Google News mag den einen oder anderen Leser verleiten, einen Artikel nicht zu lesen, weil ihn schon der Teaser langweilt. Google News bringt aber auch Links, User, die auf diese Links klicken und damit Traffic. Natürlich gilt dies nicht für alle Zeitungen. Redaktionen, die den SDA-Ticker kommentarlos kopieren, finden sich unter  «und 23 ähnliche Artikel». Redaktionen, die in ihre Texte investieren, die zusätzlichen Content anbieten und sich damit erkennbar vom Rudel unterscheiden, werden von Google höher gewichtet. Sie erhalten mehr Klicks und damit mehr Traffic auf ihrer Website - was sie wiederum für die Werbekunden interessanter macht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem will der VSP laut «persönlich» sein Konkurrenzprojekt forcieren. Auch für den Fall, dass Google den mit Links beschenkten Zeitungen eine Entschädigung anbietet. Handelt es sich bei diesem VSP-Projekt wenigstens um eine zeitgemässe Web-Anwendung? Nein. Dem Vernehmen nach ist es eine «gemeinsame Übersichtsseite, welche die Schlagzeilen der beteiligten Zeitungstitel umfasst». &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wow. Wie wäre es mit wirklicher Innovation?&lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Wed, 29 Aug 2007 17:41:00 +0200</pubDate>
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