In der «NZZ am Sonntag» berichtet Francesco Benini über Sacha Wigdorovits «dritte Schweizer Gratiszeitung». Das von Gerüchten umrankte Projekt wird damit erstmals greifbar, und der Artikel ist zufälligerweise sogar
online zugänglich. Die wichtigsten Punkte:
- Das neue Blatt heisst «.ch», also «Punkt Zeha».
- Die Erstausgabe erscheint am 19. September
- Die Startauflage beträgt 425'000 Exemplare.
- Die Zeitung erscheint von Montag bis Freitag jeweils morgens im Gebiet Zürich, Basel, Bern, Luzern und St. Gallen.
- 70 Prozent der Auflage sollen mit Hilfe der
DMC direkt an die Haushalte geliefert werden
- 30 Prozent verteilen sich auf ÖV-Stationen und Kolporteure.
- Im Zürcher Hauptbüro arbeiten 38 Journalisten, in den Aussenstationen 17 weitere.
Die Hauszustellung wird noch zu reden geben. Ein guter Schachzug ist sie alleweil, auch wenn nicht alle «.ch»-Bezüger «20 Minuten» automatisch den Rücken kehren. Die Tamedia wird ihre «20 Minuten»-Boxen mindestens einmal nachfüllen müssen, und Ringier muss sich fragen, wie aktuell «heute» von gestern noch ist, wenn am Morgen zwei aktuelle Gratiszeitungen zur Verfügung stehen.
Doch für diese Spekulationen bleibt noch viel Zeit. Interessant finden wir im Moment vor allem Widgorovits' Qualitätsanspruch:
Wigdorovits will «.ch» höher positionieren als «20 Minuten». Er sagt zu diesem Thema, «20 Minuten» sei ein Boulevardblatt, das vom Medienunternehmen Tamedia gegen den «Blick» gerichtet werde. «.ch» solle eine Schnelllesezeitung werden, die Qualität biete.
Qualität in einer Gratiszeitung? Das wäre nun wirklich ein beachtlicher Marktvorteil. Falls die «.ch»-Redaktion ihr Versprechen tatsächlich einlöst, können wir uns auf einen spannenden Herbst freuen.
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