Fünf Jahre und zwei Kriege nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 liegen immer noch keine gerichtstauglichen Beweise für die Schuld Osama bin Ladens und der 19 Attentäter vor. Daran hat auch der vor etwas mehr als zwei Jahren veröffentlichte
Bericht der
9/11-Untersuchungskommission nichts geändert: Viele der offenen Fragen wurden nicht beantwortet, viele der im Bericht aufgestellten Behauptungen sind inzwischen widerlegt (siehe David Ray Griffins Buch
«Ommissions and Distortions»). Zuletzt hat der Prozess gegen Zacarias Moussaoui gezeigt, auf wie wackligen Füssen die Version der US-Regierung steht. Hätte Moussaoui nicht ein zweifelhaftes
Geständnis abgelegt (das er inzwischen
widerrufen hat), wäre er
nicht verurteilt worden. Zudem haben Zeugen während des Prozesses wiederholt
Aussagen zu Protokoll gegeben, die ein mehr als schiefes Licht auf die offizielle Version der Ereignisse werfen.
Logisch, dass die Kritik an der offiziellen 9/11-Darstellung in den USA immer lauter wird und Gehör findet.
36 Prozent der Amerikaner und sogar 49 Prozent der New Yorker glauben heute, dass die Bush-Administration bei den Anschlägen irgendwie die Finger im Spiel hatte. Zahlen, die noch vor kurzem niemand für möglich gehalten hätte.
Zahlen, die auch den Medienschaffenden hierzulande zu denken geben müssten. Betonung auf «müssten». Denn obschon der fünfte Jahrestag der Anschläge der ideale Moment gewesen wäre, um Bilanz zu ziehen und den Lesern Fakten oder zumindest Analysen zu präsentieren, lesen oder hören wir ausser im «Tagesanzeiger», im «Blick» und in der Kulturbeilage der «Basler Zeitung» in der gesamten Schweizer Medienlandschaft nichts, was dem vor allem in den USA laufenden Diskurs auch nur annähernd gerecht werden würde.
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