Montag, 29. Januar 2007
«Im neuen week packt Jones aus», kündigte uns «20 Minuten» am Donnerstag in einem Kasten an (online nicht verfügbar). Und weiter:
Zügellos in New York: Auf Promo-Tour für ihr neues Album unterhielt sich eine überraschend anrüchige und sogar etwas betrunkene Norah Jones mit 20 Minuten week. Das grosse Interview gibts in der aktuellen Ausgabe. Norah Jones packt aus, beschwipst mit einem «20 Minuten»-Reporter unterwegs in New York? Ein solch exklusives Interview wollten wir uns nicht entgehen lassen. Wir holten am Freitagabend «20 Minuten week» ‚Äì und staunten statt über die «sinnliche Vollblutmusikerin» über die heisse Phantasie des Autors Niklaus Riegg: Das «grosse Interview» ist eine Seite kurz. Angeheitert ist Norah Jones in einem Song auf dem Album, wie sie sagt. Beim Interview hingegen scheint sie nüchtern zu sein, und schlecht gelaunt. Denn sie friert. In New York, während des Telefonats mit Riegg.
Montag, 22. Januar 2007
√úber ein Minimum an Grundwissen und Interesse am Thema verfügt jeder Journalist, der für das «Schweizer Nachrichtenmagazin» arbeitet.
So hoffte man wenigstens. Bis Frank Heer für das neue «Facts» ein Interview (Artikel online nicht erhältlich) mit Mundartrocker Gölä führte. Oder, wohl besser: führen musste, weil auf der Redaktion niemand sonst Lust hatte, sich mit dem «Schwan»-Schöpfer zu unterhalten.
Heer erledigt seinen Job wie eine Strafaufgabe. Er macht sich nicht einmal die Mühe, vor dem Gespräch im Archiv nachzuschauen, was in Sachen Gölä als längst bekannt vorausgesetzt werden darf. So erfährt die Leserschaft am 19. Januar 2007, dass Gölä auf dem Bau arbeitet und nur macht, «was mir der Ranzen sagt». Und Heer schreibt die Namen von ein paar Rockgrössen, die Gölä erwähnt, genau so ins Blatt, wie sie der weltberühmteste «Büezer» der Schweiz ausspricht. Aus Bob Seger wird «Bob Seeger», aus Lynyrd Skynyrd «Linird Skinnard» und aus John Hyatt «John Hiatt». Eine Band namens «Springsteen» gibt es nicht, nur einen Sänger, und der heisst mit Vornamen Bruce. Er musiziert mit der E-Street-Band.
All das hätte Heer googeln oder sich von Kollegen sagen lassen können. Aber der «Facts»-Journalist macht lieber vier Fehler in drei Zeilen als zwei Minuten für einen Satz zu recherchieren.
Da gibts, um es mit Gölä zu sagen, nur eins: «Vergässe, was isch gescheh».
Mittwoch, 17. Januar 2007
Mit einer 64-seitigen «Jubiläumszeitung» (Link kostenpflichtig) hat die «SonntagsZeitung» ihren 20. Geburtstag gefeiert. Leicht verspätet, aber immer noch herzlich sei ihr auch von dieser Stelle gratuliert.
Inhaltlich überrascht die Sondernummer wenig. Wir lesen «Greatest Hits», Rückblicke von ehemaligen Mitarbeitern, Bilder des aktuellen Personals, Glückwünschadressen von Prominenten, eine Einordnung der damaligen Verhältnisse auf dem Medienplatz Schweiz, anerkennende bis euphorische Statements von Normalverbrauchern und Experten aus PR, Publizistik und Politik sowie ein paar Geschichten über Leute, deren Leben ohne die «SonntagsZeitung» offenbar kaum mehr einen Sinn haben würde. Kurz: Wir lesen zu viel Eigenlob und zu wenig Selbstkritik.
Kernstück der Geburtstagsausgabe ist ein Interview, das Adolf Ogi mit Andreas Durisch geführt hat. Verständlich, dass der Alt-Bundesrat dem Chefredaktor die Festlaune nicht verderben wollte bzw. durfte. Aber muss das Gespräch wirklich so zahm daherkommen?
Artig fragt Ogi, ob die «Sonntagszeitung» eher eine politische Zeitung oder ein Produkt sei. Durisch nützt die Gelegenheit für einen ausführlichen Werbespot.
Artig gibt Ogi seinem Interviewpartner die Chance, sich gegen all die Skandalisierungsvorwürfe zu wehren, welchen «der meistzitierte Titel der Schweiz» Zeit seines Bestehens ausgesetzt war und ist (und vermutlich auch bleiben wird).
Artig lässt Ogi Durisch proklamieren, es gehe der «SonntagsZeitung» immer nur darum, «die Tatsachen zu ergründen», das Ziel sei «immer die richtige Information». Hier wirds ausnahmsweise ein bisschen spannender, weil Ogi nachhaken darf. Durisch räumt schweren Herzens ein, dass der Umgang mit Indiskretionen «in ganz seltenen Fällen problematisch» sein könne. Oder dass nicht jede Geschichte, die am Sonntag siedend heiss gekocht werde, die Druckerschwärze wirklich wert sei.
Dann ist aber schon wieder fertig mit (selbst)kritisch. Artig fragt Ogi nach dem Umgang Medienschaffender mit Politikern. Und Durisch antwortet mit Allgemeinplätzen. Journalisten seien lediglich Beobachter der Politwelt, die zum Bundeshauspersonal trotz aller räumlichen Nähe «so viel Distanz bewahren müssen, dass Kritik möglich bleibt». Es sei ihm «kein Bedürfnis, mit wichtigen Politikern per Du zu sein», viel wichtiger sei, «zu seinen eigenen √úberzeugungen stehen» zu können und «als vierte Kraft im Spiel» regelmässig «Einfluss auf die öffentliche Meinung» zu nehmen.
So weit, so langweilig. Peinlich ist, dass Durisch postuliert, der Journalist gehöre nicht mit aufs Photo, wenn er mit Politikern zu tun habe ‚Äì und sich auf den zwei Interviewseiten gleich ganze vier Mal mit Adolf Ogi abbilden lässt ‚Ķ
Sonntag, 31. Dezember 2006
Der Oltner SP-Politiker Peter Gomm steht dem Kanton Solothurn nächstes Jahr als Landammann vor. Die «Solothurner Zeitung» hat ihn von ihrem Inquisitor Beat Nützi verhören lassen. Denn ein Interview kann eine so ruchlos geführte Untersuchung nicht mehr genannt werden. Ein paar Beispiele für die fiesen Fragetechnik: Erstmals Landammann - wie fühlen Sie sich?
Haben Sie sich für das Landammann-Jahr etwas Besonderes vorgenommen, wollen Sie spezielle Akzente setzen?
Wo drückt Sie der «politische Schuh» am meisten?
Die Auseinandersetzungen um das Minarett in Wangen zeigen auf, dass es mit der Integration von Ausländern bei uns nicht zum Besten bestellt ist. Was unternehmen Sie mit der Ihnen unterstellten Integrationsstelle? Gnädig zeigt sich Nützi nur ein einziges Mal, als er Gomm die erwartete Antwort gleich mit der Frage serviert: «Apropos Minarett: Ist die Regierung nicht auch besorgt darüber, dass in Wangen für ein solches Projekt eine Trägerschaft auftritt, die laut Bundesamt für Polizei als Mitglied der ITF (Türkische Föderation Schweiz) zumindest implizit das Gedankengut der rechtsextremen, nationalistischen Grauen Wölfe vertritt?» Eine hinterhältige Falle, aus der sich Gomm nur mit grosser Geistesgegenwart befreien kann.
"Verhör mit dem Landammann" vollständig lesen
Freitag, 22. Dezember 2006
Immer, wenn wir denken, der Tiefpunkt in Sachen Belanglosigkeit und journalistischer Selbstdarstellung sei erreicht, setzt irgendwer irgendwo noch einen drunter. Die neue Bestmarke finden wir in der aktuellen «Weltwoche», in der Auslandchef Eugen Sorg seine eigene Tochter (!) interviewt. Unter dem Titel «Mami war streng, du eher lieb» (Link kostenpflichtig) lesen wir ein 17'000 Zeichen starkes, unfassbar langweiliges Geplänkel, das sprachlich dem Schweizerdeutschen näher ist als dem Deutschen und inhaltlich einfach gar nichts zu bieten hat ‚Äì sieht man einmal von ein paar ausländerfeindlichen Passagen ab.
Die Höhepunkte:
Abgesehen vom Beruflichen: Was wäre sonst noch schlimm?
Traurig wäre, wenn die alten Freundschaften aus der Schule mit Zara, Saskia, Meret auseinanderbrechen würden. Natürlich wäre auch ganz schlimm, wenn ihr sterben würdet, ich wüsste nicht, was machen, aber daran denke ich nicht, ihr seid ja noch jung und fit.
Und was war bisher das Schlimmste?
Als ihr, du und Mami, euch getrennt habt.
(…)
Kennst du Leute, die so wie die Burschen in Seebach sind?
Wir haben ja eben nicht so viel darüber geredet, aber zum Beispiel der Hakan und so und diese blöden Witze, die sie immer machten... Also ich glaube nicht, dass Hakan es machen würde, aber ich kann mir gut vorstellen, dass er es cool findet, was die in Seebach taten. Aber dies tun ja auch nur Leute, die es wirklich nötig haben, die müssen ein gestörtes Verhältnis zu Frauen haben. Oder ist das ein abwegiger Gedanke? Hakan zum Beispiel ist nicht uncharmant, und er hat es nicht nötig, an einer Massenvergewaltigung teilzunehmen. Einer muss nicht intelligent sein, aber wenn er hübsch und ein wenig gewinnend und normal gestrickt ist, findet er doch eine Frau, die ihn lässig findet.
Die Seebach-Leute waren grösstenteils Albaner.
Ich weiss nicht, was alles stimmt, aber ich glaube schon, dass die ein anderes Frauenbild haben und anders darüber denken, was die Position der Frau ist. Aber das ist keine Erklärung für das, was sie in Seebach gemacht haben. Bei ihnen muss eine Frau ja jungfräulich in die Ehe gehen, das ist ein Widerspruch.
(…)
Siehst du dich als richtige Muslimin?
Wenn ich an etwas glaube, dann an das. Lach nicht, du bist gemein.
Gut, das Grosi, die Mutter von Mami, ist sehr gläubig, und wenn du sie besuchst, betest du mit ihr.
Ich kann beten und ich tue beten. Und wenn ich etwas bin, dann am ehesten Muslimin. Ich kann zwar nicht sagen, ich bin Muslimin und stolz darauf, es zu sein. Aber wenn jemand einen blöden Muslim-Witz erzählt, dann sage ich ihm: «Hey, du bist ganz ein Lustiger.» Ich kann es nicht haben, wenn jemand solch blöde Witze macht.
Aber du feierst Weihnachten, gehst ins Schwimmbad, und du betest vor allem dem Grosi zuliebe.
Das ist auch Beten. Und ich sage nicht, dass ich streng muslimisch bin.
Aber strenger als die Mutter.
Ich weiss es nicht.
Du kennst sie ja.
(…)
Was möchtest du auf keinen Fall wie wir Eltern machen? Und was gleich?
Mami war jeweils ja eher streng, und du warst eher lieb. Oder nicht?
Du musst es wissen.
Dies ist eigentlich ein guter Mix. Ich finde, ich bin relativ gut herausgekommen. Komm, sag ja.
Das muss ich mir nochmals überlegen.
Sei nicht so gemein. Ich denke auch, dass ich mit meinem Kind einmal relativ streng sein muss. Vielleicht etwas weniger als Mami. Aber Strengsein bringt dem Kind mehr.
(…)
Wie hast du Niccolo kennengelernt?
Er war eine Klasse über mir und hat mich, wie er später zugab, immer hübsch gefunden. Was ich ja auch bin.
(…) Uns fehlen die Worte, um zu sagen, wie dumm wir den Text finden. Es bleibt die Frage, wie Roger Köppel, seines Zeichens Journalist des Jahres, dazu kommt, derartigen Müll ins Blatt zu stellen.
Donnerstag, 26. Oktober 2006
Ein Journalist, der einen Politiker interviewt, soll harte Fragen stellen, er soll die Position der Gegenseite/Gegenpartei darlegen und manchmal soll er sich hart an der Grenze zur Provokation bewegen. Aber er soll nie zum Sprachrohr der Gegenseite/Gegenpartei werden und deren Position quasi als seine eigene verkaufen.
Eine Grundregel, die Christof Forster vom «Bund» offenbar nicht kennt oder zumindest immer wieder vergisst. In seinem heutigen Interview mit SP-Präsident Hans-Jürg Fehr lesen wir reihenweise Fragen, die in einer Tageszeitung, die aus neutraler Position berichtet, nichts zu suchen haben.
Forster fragt z.B.:
Neben einem rechten gibts auch einen linken Populismus. Mit ihrem undifferenzierten Nein zur Unternehmenssteuerreform spricht die SP populistische Reflexe gegen Topmanager an. Dabei dürfte die Vorlage Staat und Wirtschaft etwas bringen.
oder
Genau hier will die Vorlage ja die Anreize ändern: Höhere Ausschüttungen führen zu mehr Investitionen und letztlich zu mehr Wachstum und Arbeitsplätzen. oder
In den linken Populismus reiht sich auch das Nein der SP zum Armeeumbau. Was gewinnt die SP damit? oder
Ihr Kalkül, Schmid werde Kompromisse in Richtung SP machen, um seine Reform zu retten, ist naiv. Er wird den Umbau vielmehr abschwächen und so der SVP entgegenkommen. oder
Die SP hat Wahlerfolge, obwohl sie wenig zu Lösungen beiträgt. Die SP wird zunehmend zur Partei der Besitzstandswahrer. oder
Die Lösungsvorschläge aus der SP-Küche sind aber oft untauglich, zum Beispiel Kosa oder die Initiative für eine Einheitskasse. Herr Forster, Ihre politischen Ansichten interessieren uns nicht. Es ist nicht an Ihnen als Interviewer, zu beurteilen, ob eine Initiative tauglich und eine Partei populistisch ist.
Wie gesagt, Fragen dürfen hart sein, müssen aber neutral, das heisst fragend und nicht behauptend, formuliert werden. Gute Beispiele dafür, wies gemacht wird, finden wir in Forsters Text auch. Z.B.:
Die SP redet gerne von Steuergerechtigkeit. Ist es gerecht, wenn die Gewinne von Unternehmen doppelt besteuert werden?
oder
Das wäre doch ein guter Moment für Leuenberger, um aufzuhören? Oder dient er als Platzhalter, um Blocher oder Schmid als Chef des Verkehrsdepartements zu verhindern?
Samstag, 29. April 2006
Kennen Sie den bedeutendsten Interviewer deutscher Sprache und den beruehmtesten lebenden Schriftsteller der Welt? Die "Weltwoche" tut es, es handelt sich um Andre Mueller und Salman Rushdie. Bereits der Anriss auf der Titelseite laesst Ungutes erahnen:
Ich werde nie mehr so lange reden wie mit Ihnen Wen interessiert das, ausser den sich offenbar geschmeichelt fuehlenden Interviewer? Im Interview erscheint der Beitrag dann unter dem Titel
Vielleicht sind Sie weiser als ich Eine weitere voellig uninteressante Aussage, die aber - ueberlegt man sich die Sache ein wenig - zumindest auf das Wesen der beiden Gespraechspartner schliessen laesst: Eitler Interviewer befragt eitlen Interviewten. Nach dem der - man erinnere sich: bedeutenste! - Interviewer Rushdie einerseits einige interessante Aussagen entlockt hat, ihn und die Leser andererseits mit unmotivierten, laenglichen Passagen aus einem Brief des spanischen Autors Manuel Vazquez traktiert hat, kommt das furiose Finale:
Interviewer: Sie wissen heute, was das Richtige und was das Falsche ist?
Rushdie: Sie nicht?
Interviewer: Ich bin mir nicht sicher.
Rushdie: Das heisst, Sie koennen nicht kaempfen.
Interviewer: Genau! Ich sehe den Lauf der Geschichte und resigniere. (...) Weiter geht's in dem Stil, mal bringt der Interviewer seine eigene Biographie ins Spiel, mal bemerkt er goennerisch Ich halte Sie nicht ab von Ihrem Kampf und beklagt in gleichem Atemzug, selber zuviel zu denken.
Wenn die stets ums Unorthodoxe bemuehte "Weltwoche" mit diesem Beitrag auf subtile Weise die Unertraeglichkeit selbstverliebter Menschen blossstellen wollte, so ist ihr dies trefflich gelungen. Wenn der Chefredaktor das aber tatsaechlich fuer einen Hoehepunkt der Interviewkultur haelt, dann gute Nacht Herr Wildberger.
Dienstag, 25. April 2006
Wer nach der Lektüre von Jürgen Krönigs Guantanamo-Artikel (siehe vorletzten Eintrag) und Josef Joffes Kolumne (siehe letzten Eintrag) noch nicht genug hat, findet auf Seite 29 der aktuellen «SonntagsZeitung» ein Interview von Martin Suter mit dem US-Politologen Francis Fukuyama, der kürzlich sein neues Buch «Scheitert Amerika? ‚Äì Supermacht am Scheideweg» veröffentlicht und für Aufsehen gesorgt hat.
Fukuyama, der sich in jüngerer Zeit ein klein wenig von seinen neokonservativen Gesinnungsgenossen entfernt, wäre wahrlich ein interessanter Interviewpartner. Wäre. Denn Martin Suter macht leider so gut wie nichts aus der Gelegenheit. Brav reiht er eine Frage an die nächste, wagt kaum nachzuhaken und lässt Fukuyama so immer wieder Lügen durchgehen, die schon längst als genau das ‚Äì Lügen ‚Äì entlarvt sind.
Zum Beispiel:
Frage: Hat die Bush-Regierung die Öffentlichkeit vor dem Krieg belogen?
Antwort: Das glaube ich nicht. Am unehrlichsten war die Regierung bei der Frage nach dem Verhältnis zwischen Saddam Hussein und dem Terrornetzwerk al-Qaida. (‚Ķ) Anstatt hier entschieden zu insistieren und Fukuyama mit Fakten ( hier, hier oder hier) zu antworten, die belegen, dass die Bush-Regierung die √ñffentlichkeit auf der ganzen Linie hinters Licht geführt hat, fällt Martin Suter nichts Besseres ein, als zu fragen:
Ist die Invasion denn nicht ein sinnvoller Bestandteil des umfassenden Kriegs gegen den islamischen Terrorismus, der mit dem 11. September begann? Wie bitte? «Sinnvoller Bestandteil»? Martin Suter lässt nicht nur jeden Biss vermissen, er vermittelt auch ein Weltbild, das wir ihm nicht zugetraut hätten.
Mehr Beispiele gefällig? Nächste Frage:
In Europa glauben viele, es sei Amerika ums √ñl gegangen. «Glauben»?
Nächste Frage:
Und die angeblichen Massenvernichtungswaffen?
Antwort: Bei den chemischen und biologischen Waffen gab es keine Unehrlichkeit. Alle wurden genarrt: die Uno-Inspektoren, die Franzosen, die Russen. Eine glatte Lüge (Link kostenpflichtig), auf die Suter nicht reagiert, er wechselt einfach das Thema.
Weiter unten fragt er:
Wurde diese Wahrheit von der Bush-Regierung ignoriert?
Antwort: Sie glauben daran, dass freie Märkte und Demokratie sozusagen der Normalzustand sind, der sich automatisch einstellt, sobald Diktatoren aus dem Weg geräumt werden. So so. Auch hier: kein Widerspruch, kein Nachhaken.
Und so weiter, und so fort. Martin Suter lässt Fukuyama das alte Lied von Pleiten, Pech und Pannen singen, anstatt ihn mit Fakten zu konfrontieren und herauszufordern. Schade.
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