Sonntag, 4. März 2007
«Wie man Leserinnen gewinnt und warum Frauenförderung Quatsch ist»: Diesen Fragen geht der «Schweizer Journalist» in seiner neusten Ausgabe nach. Oder besser: Diese Fragen möchte das extra für diese Nummer in «Schweizer Journalistin» umgetaufte Branchenblatt beantworten (die Artikel sind online nicht erhältlich).
So weit, so ambitioniert. Und nötig? Naja.
"Was Frauen wollen" vollständig lesen
Sonntag, 6. August 2006
Vor einem knappen Monat hat sich der Blattkritiker mit Thesen zu den inexistenten «heute»-Watchblogs beschäftigt. Wir erinnern uns: Im «Schweizer Journalist» war verschiedentlich von Verschwörungstheorien und vermeintlichem Materialmangel die Rede.
Nun hat das Pendlerblog aus Anlass eines kurzen Waffenstillstandes mit «20 Minuten» seine erste «1. offizielle Pendlerblog-liest-"heute"-Woche» ausgerufen und damit den wissenschaftlichen Nachweis für ein «heute»-Watchblog erbracht.
Die kurze Woche (1. August!) war offenbar ergiebig: Hund Basil und der unmündige Leser bemängeln schlampige Interviews, einen 10jährigen IT-Experten und fade Witzchen. Sie verweisen auch auf «heute»-typische Elemente wie das Wetter vor einem Jahr, die Zahl des Abends oder die überraschenden Selbstdarstellungen. Bei den kritisierten Seitenfüllern dürfte sich Ringier allerdings an die Logik der Software-Produzenten halten: «It's not a bug, it's a feature».
Was schliessen wir aus dem erfolgreichen Pendlerblogger-Experiment? Drei Dinge.
Erstens: Material ist bei «heute» zur Genüge vorhanden. Wers immer noch nicht glaubt, liest auf Blattkritik.ch in Kürze ein weiteres Beispiel.
Zweitens: Die Nische ist offen, sei es für eine Neugründung oder einen Pendlerblog-Spinoff. Wir denken da spontan ans Rivella-Modell: Pendlerblog blau («20 Minuten») und Pendlerblog grün («heute»). Und falls die Jungs endlich ihr Blick-Abo kriegen, wohl auch noch Pendlerblog rot.
Drittens: Das Pendlerblog scheint nun doch nicht von Ringier alimentiert zu werden. Herr Frank, wir brauchen eine neue Theorie.
Montag, 31. Juli 2006
«Wie gut funktionieren die Medienstellen der Grossverteiler», fragt Eugen Rieser im «Schweizer Journalist». Rieser, offenbar «u.a. Chefredaktor einer Fachzeitschrift», hat E-Mails an die Medienstellen der Grossverteiler versandt. Und dann hat er gestoppt, wie lange die Medienstellen für die Antworten brauchten. Soweit so gut.
Etwas erstaunt nimmt der Blattkritiker die Abschnitte zu «Lidl» zur Kenntnis:
Die Informationstüre des zweiten deutschen Discounters, der bereits auch einige Läden in der Schweiz eröffnet hat, bleibt ganz geschlossen. [...] Der Journalist mailte ein zweites Mail und stellte die Fragen nach Vorwärtsstrategie und Preispolitik. Nach Tagen folgt die immer gleiche Antwort, die man natürlich als gestandener Rechercheur kennt [...]. Oder im schlecht redigierten Kasten:
Nach drei Tagen man die Antwort per Mail, dass man aus «wettbewerbspolititschen Gründen» generell keine Auskunft gebe [...]. Angeblich sollen die Geschäfte in der Schweiz schleppend angelaufen sein. [...] Lidl Schweiz errichte derzeit landesweit ein Filialnetz, steht auf der Website. Und weiter: «Im Moment sind in der Schweiz noch keine Lidl Filialen geöffnet.» Der Blattkritiker findet: Für einen «gestandenen Rechercheur» ist dieser Report etwas billig.
Montag, 10. Juli 2006
In der Sommerlochausgabe des «Schweizer Journalist» werden die Verschwörungstheorien von Rolf Frank nochmals kurz aufgewärmt. Den kompletten Text, welcher beim «SJ» nicht frei zugänglich ist, gibt es zum Beispiel im Weblog von Thomas Benkö.
Franks These: Benkö und dessen Gspänli Benjamin Rüegg, welche beide bei «heute» angestellt sind, instrumentalisieren die Schweizer Bloggerszene. Deshalb wird «heute» geschont, während «20 Minuten» aufs Dach kriegt. Eine wacklige Argumentation. Denn der grosse «heute»-Hype in den Weblogs war vor und unmittelbar nach dem Launch zu beobachten. Die Mehrheit der Schweizer Blogger hat sich längst wieder auf ihre Kernkompetenz besonnen: die Nabelschau. In diesem Kontext ist «heute»höchstens interessant, wenn der eigene Blog erwähnt wird.
In der normalen Bloggerszene werden wir also kaum viel über «heute»lesen. Und die beiden «Watchblogs», welche schon nach einer respektive drei Wochen ihre Fähnchen streckten? Ihr Verschwinden dürfte weniger einer verdeckten Operation von Ringier geschuldet sein als der harschen Realität: Blogger werden ist nicht schwer, Blogger bleiben dagegen sehr. Wer mit dem Anspruch antritt, ein «Abendpendlerblog» aufzuziehen, muss auch Beiträge abliefern, und das möglichst jeden Tag. Das braucht Motivation, Skills und Manpower. Und vor allem einen langen Atem.
Hintergründe, die Rolf Frank nicht sonderlich interessieren. Seine zweite Begründung für das andauernde Fehlen eines «heute»-Watchblogs ist nun aber wirklich haarsträubend: Die beiden kritischen Blogs zur neuen Abendzeitung wurden bereits nach wenigen lobenden Worten wieder geschlossen ‚Äì mangels Material. Daran kanns ja nun wirklich nicht liegen. Ein homöopathischer Feldversuch des Blattkritikers ergab innert drei Tagen zwei schöne Treffer ( 1, 2). Im Weblog von Suermel finden wir eine Rezension, welche an die «Gelben Seiten» bei «20 Minuten» erinnert. Und falls sich die Pendlerblog-Mannschaft bereit erklären sollte, ausnahmsweise eine Woche lang «heute» zu rezensieren, würde es ihr kaum langweilig.
Herr Frank, bleiben Sie dran.
Samstag, 10. Juni 2006
Medien-Watchblogs und Verschwörungstheorien sind das Traumpaar des Frühlings. Erst vor wenigen Wochen nahm Rolf Frank im «Schweizer Journalisten» die hartnäckig verteidigte Anonymität der Pendlerblog-Redaktoren als Anlass, ihnen jede Glaubwürdigkeit abzusprechen. Wer etwas zu sagen habe, so Frank, solle dafür gefälligst mit seinem Namen einstehen. Und unterstellte den Pendlerbloggern, eine Kampagne gegen Tamedia zu führen (siehe auch Blattkritik- Eintrag vom 16. Mai 2006).
Einige Wochen und Dutzende Weblog-Kommentare später hat Ringier «heute» lanciert. Die neue Abendzeitung bot sich für einen Pendlerblog-Klon an. Bei der Lancierung wurden deshalb gleich zwei Watchblogs eingerichtet. Die «heute»-Redaktion selbst verwies in einer der ersten Nummern stolz auf diese doppelte Adelung. Motto: Wer doppelt so gut ist wie «20 Minuten» verdient auch doppelt so viel Blattkritik.
Vier Wochen nach dem Start von «heute» ist das erste Watchblog bereits eingegangen, das zweite klinisch tot. Die Gründe für den überschnellen Exitus sind nicht bekannt. Es dürfte aber klar sein, dass es nicht am fehlenden Material liegen kann. Jede beliebige «heute»-Ausgabe bietet Inspiration für zwei tagesaktuelle Weblogs. Oder auch drei.
Der allzu rasche Abgang der neuen Projekte ist symptomatisch für die Medienblog-Szene: Was rasch gestartet und eifrig beklatscht wird, liegt oft schon ein halbes Jahr später im virtuellen Strassengraben.
Dabei gibt die Schweizer Medienlandschaft wahrlich genügend Material her, um jeden Tag ein Dutzend Blogs zu füllen. Was das Pendlerblog mit «20 Minuten» vormacht, ist für jeden grösseren Titel denkbar. Doch wo bleiben das «Weltwoche»-, das «Facts»-, das «Blick»-Watchblog? Wer guckt der «NZZ» auf die Finger, wer «heute»?
Wo erfahren wir, ob und wie sich die Qualität und Standpunkte der Zürcher Lokalzeitungen verändert haben, nachdem sie wahlweise von der Tamedia oder der NZZ gepostet wurden? Wo finden wir PR-freie Informationen über den Konkurrenzkampf von «20 minutes» und «Le matin bleu»?
Vorerst wohl nirgends. Interessierte Amateure sind rar oder haben zu wenig Zeit. Interessierte Journalisten haben zu wenig Zeit oder zu viele Hemmungen. Kollegenschelte gilt als schäbig, Fehler passieren überall, und Menschen, welchen man heute ans Bein pinkelt, könnten einem morgen beim Vorstellungsgespräch begegnen. Dazu kommen Befürchtungen wegen des langen Gedächtnis des Internets.
Das latente Misstrauen lässt neue Theorien blühen. Blogger haben herausgefunden, dass lästerliche Kommentare auf dem «heute»-Weblog von Computern im Tamedia-Netzwerk aus abgesetzt wurden. Auf dem Weblog von «heute»-Redaktor Bernhard Weissberg tauchen immer wieder wüste Verdächtigungen betreffend anonymer Poster auf. Und auch Rolf Frank ist nicht untätig, sondern jagt fleissig die Drahtzieher eines neuen Komplottes. These: Die «heute»-Blogs wurden von Ringier abgeschossen. Wir sind gespannt auf die nächste Ausgabe des «Schweizer Journalist».
Viel Energie fliesst im Moment in Phantomjagden und wilde Spekulationen. Sie würde besser in das Gründen zusätzlicher Medien-Watchblogs investiert. Wenns nicht anders geht auch mit Anonyma. Der Quellenschutz, auf den sich Journalisten oft und zu Recht berufen, darf schliesslich auch für die eigene Meinung gelten.
Dienstag, 16. Mai 2006
Der «Schweizer Journalist» liegt mittlerweile zum dritten Mal auf den Tischen helvetischer Medienschaffender. Leider hat das Magazin nach mässigem Start (siehe Blattkritik vom 11. Januar 2006) nicht wesentlich an Qualität gewonnen. Auch in der neusten Ausgabe finden wir Artikel, die zu oberflächlich, zu einseitig und/oder zu boulevardesk sind.
Das krasseste Beispiel liefert uns der «SJ» ausgerechnet in einem Artikel zum Thema Medienblogs. Rolf Frank, freischaffender Journalist aus Basel, hat sich den «Pendlerblog» angesehen (den kompletten Text als PDF finden Sie hier). √úber dem bösen Titel «Ritter der Schwafelrunde» schreibt er den bösen Lead:
Gute Idee, schlechte Umsetzung. Die Pendlerblogger werden als neue Helden der Medienkritik gefeiert. Wer genau hinschaut, sieht ein merkwürdiges Selbstverständnis.
Was ist eine «gute Idee, schlecht umgesetzt», Herr Frank? Die Idee, dass die Pendlerblogger als neue Helden der Medienkritik gefeiert werden? Oder?
Aber wen kümmern schon grobe Logikfehler im Lead. Deshalb weiter im Text, zur Bildlegende, die nicht einfach nur böse, sondern schlicht beleidigend ist:
Dahinter steckt kein kluger Kopf ‚Äì kann man vermuten. Denn die Herausgeber des Pendlerblog verstecken sich. Glaubwürdigkeit: Fehlanzeige. Was veranlasst Rolf Frank zu einem so gehässigen Tonfall? Wir machen uns auf die Suche nach Argumenten gegen den Pendlerblog ‚Äì und werden nicht fündig. Frank schreibt spaltenlang vor sich hin, ohne zu einer konkreten Aussage zu kommen und lässt jeden Sinn für den Humor und die Selbstironie der Pendlerblogger vermissen.
Je weiter wir in den Text vorstossen, desto klarer wird: Frank stört sich beim Pendlerblog nur an der Anonymität der Autoren. Weil diese anonym bleiben wollen ‚Äì was ihr gutes Recht ist ‚Äì ist der Blog unglaubwürdig, nicht ernst zu nehmen, «schlecht umgesetzt». Kurz: Wir finden in Franks Text nichts, was den gehässigen Einstieg auch nur annähernd rechtfertigen würde.
In einem Kasten am Schluss finden sich Hinweise auf «lohnenswerte Medienblogs». Zu «Blattkritik.ch» schreibt der Autor zwei Sätze:
Stefan Schaer sieht seinen Blog als «nationale, auch politische Plattform für Blattkritik.» Die Einträge fallen jedoch bescheidener aus als bei der Konkurrenz. So so. Leider hat der Schreibende nie mit Rolf Frank gesprochen und den zitierten Satz nie so gesagt. Stellt sich die Frage: Woher hat Frank dieses Zitat? Ganz einfach: Er hat es aus «Saldo» (Ausgabe Nr. 4/2006) abgeschrieben ‚Äì falsch abgeschrieben. Dort steht:
Den Bloggern um Stefan Schaer schwebt nichts geringeres als eine «nationale, auch politische Plattform für Blattkritik vor». Ein kleiner, aber wesentlicher Unterschied, Herr Frank. Wenn schon «Copy-Paste», dann bitte richtig. Zudem: Wie müssen wir das «bescheiden» verstehen? Qualitativ oder quantitativ?
Mittwoch, 11. Januar 2006
Spät, aber doch noch: Wir haben uns den «Schweizer Journalist» etwas genauer angesehen. Laut Herausgeberin Margrit Sprecher soll das neue Medienmagazin mehr Farbe ins Heer der Branchenerzeugnisse bringen. Im Editorial schreibt Sprecher:
Wäre unser Beruf so grau wie unsere Verbandsblätter ‚Äì wir hätten ihn nie ergriffen. Schrieben wir so spröde, wie wir es in unserer eigenen Presse tun ‚Äì unsere Artikel landeten samt und sonders im Papierkorb. Was natürlich eine masslose √úbertreibung ist und uns fürs Weiterlesen gar nicht optimistisch stimmt.
In seiner ersten Ausgabe zeigt der «Schweizer Journalist» dann auch, dass es tatsächlich anders geht als bei «impressum», «klartext» und co. «Anders» heisst in diesem Fall aber nicht besser. Denn der «Schweizer Journalist» präsentiert uns ‚Äì vor allem in seinen Haupttexten ‚Äì einen Journalismus, wie wir ihn weder in einer Wochenzeitschrift noch in einer Tageszeitung und schon gar nicht in einem Medienmagazin lesen wollen: oberflächlich, effekthascherisch.
Bestes Beispiel: Die Titelstory. Auf 9 Seiten werden uns «die 88 besten Schweizer Journalistinnen und Journalisten» vorgestellt. Als ob man Journalisten objektiv mit Journalisten vergleichen und in Ranglisten verpacken könnte; als ob man den Nahost-Experten vor Ort mit dem Ausland-Redaktor im heimischen Büro vergleichen könnte; als ob man den coolen Sport-Kolumnenschreiber der Wochenzeitschrift mit dem Regionalsport-Tagesjournalisten vergleichen könnte; als ob man einen Fernsehmoderator mit einem Zeitungsredaktor vergleichen könnte.
Der Schweizer Journalist kann. Das Resultat ist eine peinliche Auszeichnung der Zürcher Szene, ohne klare Kriterien, ohne verständliche Begründungen ‚Äì einfach so.
Zur Veranschaulichung die Sporthitparade: Da finden wir zum Beispiel auf Platz 1 Richard Reich von der NZZ. Begründung: «kann Sport erzählen». Richtig. Aber Reich ist ein Kolumnen- und Glossenschreiber und ganz sicher nicht der Mann, der in eine Rangliste der Sportjournalisten gehört. Klaus Zaugg vom Blick wird mit Platz 5 «belohnt». Zaugg, der das unschöne Gesicht des Boulevard personifiziert: erst hochjubeln, dann runterhacken, Helden aufbauen, dann vom Sockel stürzen. Zaugg praktiziert genau den Journalismus, der in einem Medienmagazin verurteilt statt gewürdigt werden sollte ‚Äì aber eben, mehr Farbe ist ja gefragt. Auf Platz 6 finden wir Regula Späni von SF DRS. Begründung: «Angenehmer Ton». Das stimmt. Noch plumper hätte man «adrette Erscheinung» schreiben können. Würde auch stimmen. Aber was bitte macht Regula Späni zur Nummer 1 bei SF DRS?
Und so weiter und so fort.
Den Vogel abgeschossen hat der «Schweizer Journalist» mit seiner Liste der besten Chefredaktoren. Auf Platz 1 finden wir Res Strehle vom «Magazin». Begründung: «einfach der Beste». Wahrlich ein starkes Argument. Zugegeben, die Wahl von Strehle zur Nummer 1 kann man vertreten. Aber: Wenn Jury-Mitglied Strehle als «einfach der Beste» bezeichnet wird, wirft das ein mehr als trübes Licht auf die Objektivität des Wettbewerbs.
Auf Platz 2 wirds noch besser: Da finden wir Hanspeter Spörri vom Berner «Bund». Begründung: «couragiertes Content- und Krisenmanagement unter harten Bedingungen». Was bei uns ein herzhaftes Lachen auslöst. Es ist in Bern kein Geheimnis: Spörri hat Bund-intern den Kredit durch wirres Management, schlechte Kommunikation und vor allem seine Planlosigkeit längst verspielt. Einen ganz schwachen Eindruck hinterlässt er mal für mal bei öffentlichen Auftritten. Zuletzt am Berner Medientag, an dem er wie ein Häufchen Elend wirkte.
Notabene sieht sich Spörri selbst eher als Opfer denn als Top-Krisenmanager. Im Zusammenhang mit der kleinen «Bund»-Sparrunde vom vergangenen Herbst (zwei Entlassungen) hatte er der «WOZ» zu Protokoll gegeben, er werde «von beiden Seiten grilliert» (mit «beiden Seiten» sind Geschäftsleitung und Redaktion gemeint). Insofern würde es nicht erstaunen, wenn Spörri es angesichts der laufenden, weit umfangreicheren Sparrunde demnächst anderen überlasst, die Kohlen aus dem Feuer zu holen.
Bei aller Kritik, das neue Medienmagazin hat eine zweite Chance verdient. Es erscheint sechs Mal jährlich. Wir sind gespannt, wies weitergeht.
Samstag, 10. Dezember 2005
Die Schweizer Printszene ist um eine Publikation reicher – der " Schweizer Journalist" setzt sich neu mit der hiesigen Medienlandschaft auseinander. Das Magazin möchte innerhalb von einem Jahr die wichtigste unabhängige Branchenzeitschrift für Journalisten in der Schweiz sein. Die Mitherausgeberin Margrit Sprecher geht mit den bereits existierenden Publikationen von und für Schweizer Journalisten hart ins Gericht:
Wäre unser Beruf so grau wie unsere Verbandsblätter – wir hätten ihn nie ergriffen. Schrieben wir so spröde, wie wir es in unserer eigenen Presse tun – unsere Artikel landeten samt und sonders im Papierkorb. Das neue Magazin soll lustvoller daherkommen. Die erste Ausgabe wird diesem Anspruch gerecht. Etwas erstaunen mag der Umstand, dass die Zeitschrift in einem Salzburger Verlag erscheint.
Noch mehr erstaunt angesichts des Erscheinungsortes der Fehltritt in der Titelseiten-Gestaltung: Als erstes springt einem eine fette 88 ins Auge. Gemeint sind die 88 besten Journalistinnen und Journalisten der Schweiz. Leider steht die Zahl aber – was in √ñsterreich noch bekannter als hierzulande sein sollte – auch für die Buchstaben HH wie Heil Hitler und geniesst daher Symbolkraft bei Neonazis.
|
 |
 |
 |
|
Neuste Kommentare
News, die unsere Medien intere ssieren dürften. Wer wei [...]
Das artet ja langsam aus.
Peter Zieglers Replik zum BUND ! Meine (einmalige/ei [...]
Ich finde, @Leumund hat es drü ben bei Twitter hervorra [...]
Eine Gegendarstellung ohne Red aktionsschwanz? … dass i [...]